Teilen:

VGT dankt Landesrätin Dunst für Gatterjagdverbot im Burgenland

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.01.2017)

Eisenstadt, 23.01.2017

Gatterjagd bei Mensdorff-Pouilly dieses Wochenende – der Waffenlobbyist wird bei Verfassungsklage gegen Tierschutz abblitzen! Wermutstropfen Jagdgesetz: Fasanjagd

Seit Juli 2015 führt der VGT eine große Kampagne für ein Verbot der Gatterjagd und der Jagd auf ausgesetzte Tiere, wie Fasane, Rebhühner und Enten. Mit der Ankündigung einer 3-Parteien-Übereinkunft zu einem neuen Jagdgesetz im Burgenland, in dem die Gatterjagd ab 2023 verboten wird, ist wieder ein großer Schritt Richtung mehr Tierschutz in Österreich getan worden. VGT-Obmann Martin Balluch: „Diese infantile Jagdpraxis aus der Feudalzeit, auf gefangene Tiere zu ballern, muss ein Ende finden. Wir danken Landesrätin Verena Dunst für diesen mutigen Schritt!“

Bei Mensdorff-Pouilly im Südburgenland gab es dieses Wochenende im Jagdgatter Bildein wieder eine Treibjagd. AnrainerInnen meldeten dem VGT, dass bis 17 Uhr geschossen wurde. Mensdorff-Pouilly wolle, so ist im Kurier zu lesen, das Gatterjagdverbot verfassungsgerichtlich bekämpfen. Der VGT sagt Landesrätin Dunst jegliche Unterstützung zu, sollte es wirklich soweit kommen. Das neue Jagdgesetz erlaubt in der Übergangszeit bis 2023 nur mehr 5 Treibjagden im Gatter pro Jahr, und nur zwischen Oktober und Jänner, wobei im Jänner nicht mehr mit Hunden gejagt werden darf. Momentan gibt es Jagdgatter mit 20 Treibjagden pro Jahr, auch im September und Februar. Neue Tierlieferungen ins Jagdgatter, wie im Südburgenland üblich, müssen 4 Monate in Quarantäne gehalten werden, bevor sie geschossen werden dürfen. Der VGT sieht darin auch einen großen Fortschritt.

Wermutstropfen im neuen Jagdgesetz gibt es allerdings auch: es bleibt weiterhin erlaubt, Zuchtfasane aus Massentierhaltungen in Ungarn zu kaufen, zu Tausenden auszusetzen und in großen gesellschaftlichen Abschießbelustigungen wieder abzuknallen, ohne Sinn und Zweck. Es wurde lediglich die Zeit zwischen Aussetzen und Abschießen von 2 auf 8 Wochen verlängert. Ausgesetzte weibliche Fasane darf man nur dann weiterhin abschießen, wenn das Aussetzen in offenen Volieren erfolgt ist. VGT-Obmann Martin Balluch: „Das neue Gesetz wird leider die Treibjagden auf Zuchtfasane nicht beenden, obwohl jeder Mensch weiß, dass es sich um völlig sinnloses Tierleid handelt. Doch das Aussetzen wird drastisch erschwert, weil die Zuchttiere die 8 Wochen bis zum Abschuss zum Großteil nicht überleben werden. Aber wir werden dran bleiben und auf Nachbesserung drängen. Das Aussetzen von gezüchteten Tieren zur Jagd muss bundesweit im Tierschutzgesetz verboten werden. Das hat mit Jagd nichts zu tun.“

VGT-Obmann Martin Balluch zuletzt: „Dass uns Verena Dunst als 'militant' bezeichnet, sind wir ja schon vom Tierschutzprozess gewohnt. Da wurde die nicht vorhandene kriminelle Organisation im Tierschutz 'militante Tierrechtsgruppen' genannt. Sehr militant, 4 wissenschaftliche Gutachten erstellen zu lassen, Wasserproben aus Jagdgattern chemisch zu analysieren, und zahlreiche Tierquälereien bei der Gatterjagd zu dokumentieren und zur Anzeige zu bringen, weil die Behörden überlastet sind und ihrer Kontrollfunktion nicht nachkommen. Ohne uns wäre es niemals zu diesem Gatterjagdverbot gekommen. Aber sei‘s drum, das ist das Los der Zivilgesellschaft: positive Veränderungen bringen, aber dafür von Politik und Behörde verteufelt zu werden. Hauptsache der Tierschutz ist wieder einen Schritt weiter. Auch in Wien kommt das Gatterjagdverbot am 3. März 2017 in den Landtag.“

30.12.2025, Linz

OÖ: VGT bringt 12 Anzeigen gegen in flagranti erwischte Singvogelfänger ein

Übertretungen der OÖ Artenschutzverordnung, des Tierschutzgesetzes und der EU Tiertransportverordnung: zu viele Lockvögel, Beifang, Transport in Käfigen im Rucksack

23.12.2025, Wien

Fiakerfahrer nach Angriff auf Tierschützer verurteilt

Ein Fiakerfahrer wurde am Bezirksgericht Wien Innere Stadt schuldig gesprochen, einen Aktivisten im August körperlich verletzt zu haben.

23.12.2025, St. Pölten

NÖ Landesverwaltungsgericht: ÖVP „Platzhaltedemos“ sind nicht rechtskonform

Richterin erklärt Auflösung einer Tierschutz-Versammlung gegen den Vollspaltenboden durch die Behörde in Wr. Neustadt vor dem ÖVP-Bundesparteitag für rechtswidrig

22.12.2025, Wien

Schlimmste Tierquälerei an Karpfen vor Weihnachten

VGT-Recherche zeigt, wie Karpfen minutenlang schwerstem Leid ausgesetzt werden; Betäubungen erfolgen nicht fachgerecht; mehrere Fischverkaufsstände in Wien wurden angezeigt.

18.12.2025, Wien

VGT zu Totschnig: wenn wir "Nutztieren" so viel verdanken, müssen wir sie gut halten

Landwirtschaftsminister hat Studie mit Wertschöpfung aus Nutztierhaltung präsentiert – dieser Profit verpflichtet moralisch dazu, den Tieren etwas zurück zu geben: Vollspaltenverbot!

18.12.2025, Wien

Wie geht es den Tieren auf Weihnachtsmärkten?

Weihnachtsmärkte sollen für Besinnlichkeit und die Vorfreude auf Weihnachten stehen – leider jedoch häufig auf Kosten des Tierwohls! Der VGT klärt über die rechtliche Lage auf.

18.12.2025, Graz

Jäger beschuldigen Tierschützer fälschlich: heute Freispruch am Grazer Straflandesgericht

Um potenziell rechtswidrige Entenjagd zu dokumentieren, fuhr Tierschützer in Jagdgebiet und wurde von der Jagdgesellschaft blockiert – Vorwurf der Nötigung gegen den Tierschützer

17.12.2025, Wien

Kommt zur Anti-Jägerball-Demo vor die Hofburg!

Montag, 26. Jänner 2026, ab 19:00 Uhr