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Eier in verarbeiteten Lebensmitteln: VGT fordert gesetzliche Kennzeichnungspflicht!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.04.2017)

Wien, 07.04.2017

Konsumentinnen und Konsumenten dürfen nicht länger an der Nase herumgeführt werden!

In einer aktuellen Aussendung des Fachverbands der Lebensmittelindustrie wendet sich dieser gegen eine verpflichtende Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln in Österreich. Hauptargument ist die falsche Behauptung, dass die Käfighaltung in der EU seit Jahren verboten wäre.

„Der Fachverband ist offensichtlich falsch informiert: In Österreich ist die Käfighaltung verboten, in der EU ist sie zeitlich unbefristet weiterhin erlaubt. Gerade deswegen ist ja eine Kennzeichnung der verarbeiteten Eier für Österreich essenziell“, erklärt David Richter, Kampagnenleiter Nutztierhaltung beim VGT.

„Die Verschleierungstaktik, die der Lebensmittelhandel verteidigt, muss ein Ende haben! Sie schadet Österreich und sie schadet den Tieren. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht darauf zu erfahren, was in den Produkten, die sie kaufen, enthalten ist. Dazu gehört auch die Herkunft der Eier nach Haltungsart. Nur so ist eine mündige Kaufentscheidung möglich!“ führt David Richter weiter aus.

Es war der Erfolg der österreichischen Tierschutzbewegung, allen voran des VGT, dass 2005 ein Verbot der Käfighaltung in Österreich ab 2009 (konventionelle Käfige) bzw. 2020 (Großgruppenkäfige) beschlossen wurde!

Durch Öffentlichkeitsarbeit inkl. dem Aufzeigen der katastrophalen Zustände in der Käfighaltung konnten sehr viele Lebensmittelverarbeiter dazu motiviert werden, auf teurere Eier aus österreichischer und alternativer Hühnerhaltung (Boden- bzw. Freilandhaltung) umzusteigen. Zu begrüßen war die darauffolgende freiwillige Deklaration vieler Verarbeiter, aus welcher Haltungsform die Eier stammen. Manche Hersteller verschleiern aber nach wie vor die Herkunft der verarbeiteten Eier, weil sie weiterhin möglichst unbemerkt Billigsteier aus Ländern verwenden wollen, deren Tierschutzstandards weit unter den österreichischen liegen.

"Wo ein Wille, da ein Weg!"sagt David Richter. "Das Versteckspiel der Lebensmittelindustrie darf nicht länger akzeptiert werden, der VGT fordert Transparenz bei Eiern so wie bei allen tierischen Produkten! Zumindest hier sind wir mit dem Präsidenten der steirischen Landwirtschaftskammer weitestgehend der gleichen Meinung! Wir werden mit Nachdruck dieser Forderung zur raschestmöglichen Umsetzung verhelfen!"

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