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Tierschutz-Dachverband befragt Parteien vor Nationalratswahl zu Tierschutz-Positionen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13.09.2017)

Wien, 13.09.2017

ÖVP, SPÖ und NEOS „nicht genügend“: VGT ruft tierschutzinteressierte Personen dazu auf, bei der Wahlentscheidung den Tierschutz einfließen zu lassen

In den letzten Wochen wurden sämtliche zur Nationalratswahl antretenden Parteien vom Dachverband Österreichischer Tierschutzorganisationen pro-tier zu ihrer Position zum Tierschutz detailliert befragt. Zusätzlich analysierte der VGT sowohl die Webseiten der Parteien als auch das Abstimmungsverhalten in der letzten Legislaturperiode zu den insgesamt 23 tierschutzrelevanten Anträgen (nur über 13 davon wurde abgestimmt) und bezog auch mit ein, wie oft tierschutzrelevante Anfragen gestellt wurden. Das Ergebnis präsentiert der VGT auf seiner Webseite mit einer abschließenden Bewertung. Darin bekommen ÖVP, SPÖ und die NEOS ein „nicht genügend“, die FPÖ ein „befriedigend“ und die GRÜNEN sowie die LISTE PILZ ein „gut“. Details: https://vgt.at/wahl2017

Die VGT-Tierschutzexpertin dazu: „Erst vor wenigen Monaten wurde das neue Tierschutzgesetz mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und den NEOS beschlossen, das es nun gesetzlich erlaubt, dass Milchkühe lebenslang angebunden werden dürfen. Dieses neue Gesetz warf auch viele Tierschutzgruppen, die sich um Hunde- und Katzen-Vermittlung kümmern, durch unklare Passagen ins Chaos. Gleichzeitig wurden Anträge auf Verbesserungen in der Haltung von sogenannten „Nutztieren“ von den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP (oft mit den Stimmen der NEOS) abgeschmettert. Selbst kleinste Schritte, die das Leid der Tiere stark minimieren würden, werden offenbar von einigen Parteien kategorisch abgelehnt. Tierschutz ist uns allen wichtig. Doch einige Parteien kümmern sich so gut wie gar nicht um die Anliegen der Tiere. Im Gegenteil – oft stehen sie diesen blockierend im Weg. Insgesamt muss das Thema Tierschutz in der österreichischen Politik wieder stärker in den Vordergrund gebracht werden. Von rund 14.000 Anfragen an die Regierung in der letzten Legislaturperiode (seit Oktober 2013) betrafen nur 108 den Tierschutz. Bei den insgesamt 3.527 Anträgen hatten nur 0,6 % einen Zusammenhang zum Tierschutz. Diese Zahlen sind für tierschutzinteressierte Menschen erschütternd. Wem Tierschutz wichtig ist, der sollte bei der kommenden Wahl auch dahingehend entscheiden.“

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