Teilen:

Haustiermesse Wien – Tiere überlebten Kälte nicht

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (27.02.2018)

Wien, 27.02.2018

Arktische Kälte gab es dieses Wochenende nicht nur außerhalb, sondern auch in der Marx Halle. Einige Tiere überlebten diese Temperaturen nicht.

Am 23. und 24. Februar fand in der Marx-Halle in Wien erneut die Haustiermesse statt. Die arktischen Außentemperaturen machten sich leider auch innerhalb der Halle bemerkbar, diese war nicht ausreichend geheizt. Im Inneren wurden am Sonntag Temperaturen von lediglich 10 Grad Celsius und weniger gemessen. Für viele Spinnen und Insektenarten ist das deutlich zu kalt. Laut InformantInnen gab es auch einige StandbetreiberInnen, die mit ihren Tieren nicht sonderbar verantwortungsvoll umgingen und diese auch die Nacht über alleine in der Halle zurück ließen. Zudem bestätigte der Veranstalter bereits auf Facebook, dass es am Samstag noch deutlich kälter gewesen sein soll. Wie Fotos beweisen, welche uns zugespielt wurden, überlebten zumindest einige Fische diese Klimabedingungen nicht. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher sein. Einige StandbetreiberInnen bauten deshalb auch vorzeitig wieder ab, um ihre Tiere nicht zu gefährden. Der Verein gegen Tierfabriken wird innerhalb der nächsten Tage noch eine Anzeige einbringen.

Natürlich waren auch VertreterInnen des Verein gegen Tierfabriken vor Ort, um sich ein eigenes Bild zu machen. An dieser Stelle muss wohl auch positiv erwähnt werden, dass es durchaus einige Haltungsverbesserungen im Vergleich zur Messe im September in Wiener Neustadt gab. Zwar gab es erneut eine Katzenausstellung, somit wurden auch diesmal Katzen an zwei Tagen jeweils bis zu acht Stunden lang in Käfigen gehalten und ausgestellt, jedoch hatten vergangenes Wochenende zumindest alle das gesetzlich vorgeschriebene Katzenklo, sowie eine Futter- und Wasserschüssel. Auch konnten die Besucher die Tiere diesmal lediglich von einer Seite aus beobachten. Für freiheitsliebende Tiere, zu denen die Katzen zweifelsfrei zählen, ist eine solche Haltung natürlich dennoch eine Katastrophe!

Abgesehen davon wurden auch Nagetiere, sowie Spinnen und Insekten verkauft. Leider verleiten solche Messen auch immer wieder zu Spontankäufen, viele BesucherInnen nehmen ein Tier bei sich auf, ohne über die Haltungsbedingungen Bescheid zu wissen. Die Aufklärung vor Ort ist oft unzureichend, und die Menschen sind in weiterer Folge mit der Tierhaltung überfordert. Daher stellt sich für den VGT nach wie vor die Frage, warum auf solchen Messen nach wie vor Tiere verkauft werden dürfen, kommt doch der Großteil der Menschen ohnehin wegen der großen Auswahl an Tierzubehör. Sowohl der Veranstalter als auch die Tiere würden sich einiges an Stress ersparen, wenn es ein allgemeines Tierverkaufsverbot auf Haustiermessen geben würde! Auch die Kontrollen durch den VGT wären dann nicht mehr notwendig.

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht

28.01.2026, Wien

VGT veröffentlicht Lachs-Tierschutzbericht: Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht „Tierleid im Lachsfleisch“ betrachtet das Geschäft mit Lachsfleisch in Österreich aus der Perspektive des Tierschutzes.

27.01.2026, Wien

Lauter, emotionaler Protest gegen die Jagd vor der Wiener Hofburg zum Jägerball

Das 42. Mal seit 1983 nutzten Tierschützer:innen den Ball trotz illegaler „Platzhalterdemo“ mit viel Energie, um die zahlreichen Missstände bei der Jagd zu kritisieren