Teilen:

Weltwassertag: Immense Wasserverschwendung durch Fleischkonsum

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (21.03.2022)

Wien, 21.03.2022

Am 22. März ist Weltwassertag. Wer den eigenen Wasserverbrauch verringern will, muss zuallererst auf die Ernährung schauen! Der VGT hat sich den Wasserverbrauch von pflanzlichen und tierischen Produkten angeschaut.

Wer kennt es nicht: Man ist etwas erkältet und nimmt ein heißes Vollbad, um sich aufzuwärmen. Doch dann kommen die Schuldgefühle. Verschwendet man nicht gerade unglaublich viel Wasser? Schon als Kinder bekommen wir eingebläut, den Wasserhahn immer abzudrehen während des Zähneputzens. Duschen sollten wir nur so kurz wie möglich. Die traurige Wahrheit ist jedoch: Mit einem Vollbad verbraucht man wesentlich weniger der wertvollen Ressource, als durch das Essen von Fleisch. Doch wie kann das sein?

Wasserverbrauch bei der Fleischherstellung

Eine Badewanne fasst etwa 200 Liter Wasser. Für die Erzeugung eines Kilogramms Rindfleisch werden allerdings durchschnittlich ca. 15.500 Liter Wasser benötigt! Dabei wird der gesamte Kreislauf der Produktion, also z.B. die Ernährung der Tiere und die Herstellung der Futtermittel (z.B. Getreideanbau), berücksichtigt, aber auch die Verarbeitung der Tiere zu den Fleischstücken, die dann in den Supermärkten zu kaufen sind. Für die gleiche Menge an Soja werden nur etwa 1.800 Liter Wasser benötigt. Besonders die Futtermittel, die bei der Fleischproduktion eingesetzt werden, benötigen sehr viel Wasser. Sie stammen oft aus niederschlagsärmeren Regionen, wodurch sich die Wasserproblematik noch verschlimmert. Dabei könnte man die meisten dieser Pflanzen direkt für die menschliche Ernährung verwenden, ohne den ressourcenintensiven Umweg über die Tierproduktion.

Pflanzliche Lebensmittel, wie etwa Soja, Kartoffeln oder Getreide verbrauchen wesentlich weniger Wasser in ihrer Herstellung. Mit einer veganen Ernährungsweise schützt man nicht nur die Umwelt und ernährt sich potentiell gesünder, sondern rettet auch das Leben zahlreicher Tiere.

Wasserverschmutzung

Die Wasserverschmutzung durch Gülle, Schlachthofabwasser und Düngemittel in den Monokulturen der Futtermittelproduktion ist eine weitere Folge der Fleischproduktion. In einigen Regionen Österreichs müssen saubere Gewässer bereits zu stark verschmutzen Gegenden mit starker Tierlandwirtschaft umgeleitet werden, um die Abwässer zu mischen. So sollen Überschreitungen von Gesundheitsgrenzwerten vermieden werden.

VGT-Referentin Ines Haider: „Kürzeres Duschen, oder die Waschmaschine nur vollbeladen einzuschalten sind sicher sehr gute und wertvolle Tipps, um Wasser zu sparen. Wer allerdings wirklich seinen Wasserfußabdruck verkleinern will, sollte auch des Öfteren auf Fleisch und tierische Produkte verzichten. Denn das spart nicht nur Wasser, sondern auch immenses Tierleid.“

Quellen

Mekonnen, M. M.; Hoekstra A. Y. (2011): The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. University of Twente, Enschede. Online unter: https://waterfootprint.org/media/downloads/Mekonnen-Hoekstra-2011-WaterFootprintCrops.pdf

Mekonnen, M. M.; Hoekstra, A. Y. (2012): A Global Assessment of the Water Footprint of Farm Animal Products. University of Twente, Enschede. Online unter: https://waterfootprint.org/media/downloads/Mekonnen-Hoekstra-2012-WaterFootprintFarmAnimalProducts.pdf

Meyer, U.; Everinghoff, M.; Gädeken, D.; Flachowsky, G. (2002): Untersuchungen zur Wasseraufnahme von Milchkühen. VDLUFA-Verlag, Darmstadt.

Proplanta – Das Informationszentrum für die Landwirtschaft. Online unter: https://www.proplanta.de/Rind/Futteraufnahme-und-Fuetterung-Rind_Tier1212180033.htm

02.05.2026, Wien

Der Tierschutzprozess

Einer der größten Justizskandale der 2. Republik.

01.05.2026, Wien

Veganes Sommer-Gewinnspiel 2026

Gewinne eine Hotelübernachtung, Geschenkboxen, vegane Kleidung uvm.

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?