Teilen:

Auflösung Gatterjagdbetrieb im Wiener Lainzer Tiergarten: Natur atmet auf

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.05.2018)

Wien, 11.05.2018

VGT fragt: wann zieht Salzburg mit Jagdgatter Mayr-Melnhof endlich nach? Beides Natura 2000 Gebiete, aber Mayr-Melnhof Jagdgatter viel höhere Wilddichte und Naturzerstörung

Der Lainzer Tiergarten in Wien ist 5 Mal so groß wie das Jagdgatter von Mayr-Melnhof in der Antheringer Au in Salzburg. Dennoch wurden im Lainzer Tiergarten zu seiner aktiven Zeit als Jagdgatter pro Jahr nur etwa 3 Mal so viele Tiere wie bei Mayr-Melnhof geschossen, d.h. die Wilddichte war deutlich geringer. Und trotzdem war nach einhelliger Meinung von Fachleuten die Natur vielfach zerstört und ohne Jungwuchs. Seit 2015 wird nun die Wilddichte reduziert und die Fütterung schrittweise beendet, weil der Stadt Wien der Schutz der Natur wichtiger ist, als der Jagdspaß einer gelangweilten Oberschicht. Ganz im Gegenteil, offenbar, in Salzburg, wo man sich trotz aller Beteuerungen bisher zu keiner Änderung der naturzerstörerischen Jagdgatterpraxis bei Mayr-Melnhof durchringen konnte.

Bei einer Begehung des Lainzer Tiergartens zur Feststellung der Fortschritte, an der der VGT teilnehmen konnte, war das Aufatmen der Natur deutlich zu sehen. In Wäldern ohne Naturverjüngung bisher wurden viele Jungpflanzen gefunden, oft 7 verschiedene Baumarten wie Traubeneiche, Rotbuche, Birke, Esche, Elsbeere, Hainbuche und Spitzahorn pro m². Die Population der Zauneidechsen ist deutlich angestiegen, weil ihre Gelege nicht mehr von Wildschweinen ausgeräumt werden. Ebenso gibt es mehr Hasen und Mäuse, da deren Jungtiere bisher ebenfalls Wildschweinen zum Opfer gefallen sind. Durch die erhöhte Mäusepopulation kann sich der seltene Habichtskauz, die zweitgrößte Eulenart Europas, als Brutvogel halten. Büsche wachsen wieder, von den offenen Wiesen in den Wald hinein, sodass generell sämtliche Brutvögel ein besseres Habitat vorfinden. Eine entsprechende Kartierung wird gerade durchgeführt. Die Futterstellen für Wiederkäuer sind bereits aufgelassen, jene für Wildschweine wurden von 15 auf 6 reduziert. 2019 soll es nur mehr 3 und 2020 schließlich keine mehr geben. Die aufgelassenen Futterstellen werden renaturiert und mit Speierling und Tanne bepflanzt. Ein wahres Natura 2000 Schutzgebiet!

Im Gegensatz dazu herrschen im Jagdgatter Mayr-Melnhof weiterhin Zustände der totalen Naturverwüstung. Ohne Widerspruch darf der Großgrundbesitzer dem Jagdspaß auf eingesperrte Tiere frönen und das Natura 2000 Gebiet in der Antheringer Au vernichten. Weiterhin wird dort das Wasser verschmutzt, der Wald zu einem Schweinestall degradiert, der Jungwuchs dem nicht-heimischen Damwild ausgeliefert und im Vogelschutzgebiet auf ausgesetzte Zuchtenten geballert. Die vom Natura 2000 Schutz besonders umfassten Amphibien werden den Wildschweinen geopfert. Und niemand in der Salzburger Landespolitik getraut sich diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen – obwohl das seit April 2017 versprochen wird!

07.04.2026, Wien

Osterregen brachte Krötensegen in Hernals

Auch der seltene Alpenkammmolch ist am Amphibienschutzzaun Hanslteich wieder aufgetaucht

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.

03.04.2026, Salzburg

VGT fordert Fütterungsplätze für Salzburgs Tauben

Während die Tauben in der Stadt Salzburg langsam und qualvoll verhungern, möchte der Magistrat den Strafrahmen des Taubenfütterns auf 1000 Euro anheben

03.04.2026, Wien/UK

Heute vor 33 Jahren VGT-Obperson Augenzeuge: Jäger in UK ermordet Tierschützer

Weil er sich wegen einer Tierschutzaktion gegen seine Jagdgesellschaft geärgert hat, fährt ein Jäger absichtlich einen Tierschützer mit dem LKW nieder und begeht Fahrerflucht

02.04.2026, Wien

VGT zeigt Kreuzweg des Schweins vor Landwirtschaftsministerium: Vollspaltenboden bleibt

Anlässlich des Osterfestes weist der VGT darauf hin, dass wir Schweinen weiterhin das gesamte Leben ohne Ablaufdatum unerträgliche Qualen zumuten

01.04.2026, Bergland

VGT fordert Exportstopp schwangerer Rinder in Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien

Tierschützer:innen demonstrieren vor Rinder-Versteigerung gegen Tiertransporte

31.03.2026, Österreich

Rinder-Versteigerungen und Tiertransporte

VGT-Aufdeckung dokumentiert groben Umgang auf Verkaufsveranstaltungen und zeigt Zusammenhang mit Hochrisiko-Exporten in Drittländer

31.03.2026, Wien

Grober Umgang mit Rindern auf Versteigerungen

Ausgangspunkt tagelanger Tiertransporte - VGT veröffentlicht aktuelle Aufnahmen von Verkaufsveranstaltungen österreichischer Rinder und kündigt Protest an