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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.07.2018)

Wien, am 23.07.2018

Keine Verurteilungen im Kärntner Schweineschlacht-Skandal

Nachdem der VGT in einem Betrieb grauenvolle Verstöße gegen geltendes Tierschutzrecht aufdeckte, stimmen die fragwürdig milden Konsequenzen für die Verantwortlichen nachdenklich. Tierqual darf kein Kaviersdelikt sein.

Vor ziemlich genau einem Jahr deckte der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN die fürchterlichen Zustände in mehreren Stallanlagen und im Schlachtbetrieb eines Unterkärntner Gastrounternehmens auf. Jetzt steht fest: Die Beschuldigten zahlen Diversionen, kommen aber ohne Strafen davon.

Die Vorwürfe waren vielfältig: Von völlig verdreckten Futterrinnen, Knochen und Gebeinen in den Buchtenbereichen, einem toten und liegengelassenen Tier bis zu Kannibalismus. Besonders furchtbar war jedoch der Umgang mit den Tieren im Schlachthof des Betriebs, erklärt Aktivistin Lena Remich, die auch bei der Sichtung des Videomaterial mithalf. In der nur ca. 30-minütigen Schlachtzeit wurden etliche Tiere mit der Elektrobetäubungszange am Körper demobilisiert. Das heißt, dass der enorme Stromfluss durch ihre Körper sie bewegungsunfähig machte – bei vollem Bewusstsein.

In mindestens einem Fall ist zu sehen, wie nach etlichen Stromschlägen sogar Blut aus dem Mund eines Schweines zu rinnen beginnt. Diese Stromschläge am Körper lassen die Muskeln reißen und die Knochen brechen. Das steht so sogar als Warnhinweis in den Bedienungsanleitungen der Betäubungsgeräte.

Der VGT begrüßt eine sorgfältige Ermittlung inklusive einschlägiger Gutachten. Jedoch muss in erster Linie dafür gesorgt werden, dass solche Qualen in Zukunft verhindert werden. Hier ist die Systemfrage zu stellen: Kaum ein Bereich im Nutztiersektor ist so gut überwacht und kontrolliert wie der Schlachthof. Doch selbst hier sind Übertritte und immenses Tierleid keine Seltenheit. Das haben wir beim Schlachthofskandal 2015 gesehen und in diesem Fall wieder, so VGT-Kampagnenleiter David Richter. Tierleid muss verhindert werden, bevor es passiert. Wenn staatliche Kontrollen das nicht schaffen, dann stehen auch die Konsument_innen in der Verantwortung.

In dem bereits 2017 veröffentlichten Video sind die Vorwürfe zu sehen:

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