Teilen:

Der ORF muss unabhängig sein!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (28.01.2019)

Wien, 28.01.2019

Die FPÖVP-Regierung will das Filmen in Tierfabriken verbieten. Wenn der ORF unter Regierungskontrolle gerät, gefährdet das Enthüllungsjournalismus im Tierschutz zusätzlich.

Initiative unterschreiben!

Der Bürger_innenrechtsverein #aufstehn hat anlässlich einer beachtlichen Serie von fragwürdigen Ereignissen eine Bürger_inneninitiative zur Rettung des ORF ins Leben gerufen. Die Initiative wird voraussichtlich am 13. Februar im Parlament behandelt. Der Verein hat auf seiner Petitionsseite Vorfälle dokumentiert, die zwar schon einzeln skandalös sind, aber erst im Zusammenspiel ein allgemein düsteres Licht darauf werfen, wie unsere aktuelle Regierung mit Kritik umgeht.

Besonders in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass ein irgendwann in der Vergangenheit von unseren Vorfahren beschlossenes Bekenntnis zur Einhaltung von Menschenrechten uns nicht davor schützt, dass unsere Rechte zunehmend erodieren. Die Entwicklungen in Ländern wie Russland, dem Iran, der Türkei und Ungarn zeigen mahnend auf, dass Gesellschaften sich nicht zuverlässig progressiv entwickeln. Die Meinungsfreiheit als Grundlage demokratischer Prozesse ist nicht selbstverständlich und wir müssen sie daher leider laufend gegenüber autoritären Angriffen verteidigen, wenn wir sie bewahren wollen.

Da unsere Regierung leider auch vor hat, Aufdeckungsjournalismus im Tierschutz strafrechtlich zu verfolgen anstatt dringend nötige Verbesserungen in der Tiernutzungsindustrie umzusetzen, ist zu befürchten, dass eine besondere Gestaltungsmacht der Regierung im ORF ähnlich benutzt werden würde. Wenn Missstände nicht behoben, sondern ihr Aufdecken verhindert wird, können wir unsere Verantwortung zur Mitgestaltung nicht wahrnehmen. Wir müssen wissen, was tatsächlich passiert. Probleme und Konflikte müssen an die Öffentlichkeit gelangen, um eine kritische Auseinandersetzung damit zu ermöglichen. Eine Regierung, die das verhindert, fördert rechtswidrige Machenschaften und beraubt uns unserer demokratischen Rechte.

Es liegt in der Natur der Sache, dass mächtige Institutionen ihren Status absichern wollen. Deswegen sind Funktionäre oft motiviert bürgerliche Mitgestaltungsrechte schleichend auszuhöhlen, da diese öffentliche Kontrolle ihre Handlungsfreiheit im Alltag behindert. Das ist ihnen zumindest dann lästig, wenn ihnen ihre persönlichen Vorstellungen wichtiger als demokratisch legitime Abläufe sind.

Tendenzen, den ORF unter Regierungskontrolle zu bringen, sind strategisch besonders heikel, weil ihn große Teile der österreichischen Bevölkerung als öffentlich rechtliche Institution als ihr Hauptmedium zur Informationsbeschaffung nutzen. Gerade in einem Medium dieser Reichweite muss sichergestellt sein, dass keine Meinungsdiktatur herrscht und kritische Auseinandersetzungen angemessenen Raum bekommen. Ohne die Möglichkeit, öffentliche Debatten zu strittigen Themen auch dann seriös und unvoreingenommen führen zu können, wenn sie der aktuellen Regierung unbequem sind, wären demokratische Entscheidungsprozesse unmöglich.

Wir bitten hiermit also alle Leser_innen, denen unsere demokratische Verfassung ein Anliegen ist, diese Initiative zu unterstützen!

Initiative unterschreiben!

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden

28.08.2026, Wien

Einladung zu Demozug gegen qualvolle Tiertransporte am 29. August 2026

VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See

27.08.2026, St. Pölten-Land

VGT lädt zu Demozug Protest vor Mastbetrieb

Desaströse Haltungsbedingungen, gewaltvoller Umgang, hungernde Tiere – der Fall der Horror-Mast im Bez. St. Pölten-Land hat viele Menschen erschüttert. VGT ruft zum Protest auf, um auf den akuten Handlungsbedarf aufmerksam zu machen.

26.08.2026, St. Pölten-Land

Horror-Mast: Tiere verhungern und Kontrollsysteme versagen

VGT konfrontiert Landwirt vor Betrieb und übt Kritik an den Behörden. Den Tieren vor Ort muss umgehend geholfen werden!

25.08.2026, St. Pölten-Land

Trotz Tierhaltungsverbots: Landwirt misshandelt weiter Tiere im Horrorstall

Verhungernde Tiere und Gewalt in St. Pölten-Land: VGT zeigt sich erschüttert über die Wirkungslosigkeit des Kontrollsystems und startet Petition

20.08.2026, OÖ/NÖ/Kärnten/Bgld

VGT bringt weitere 533 Anzeigen gegen Vollspaltenboden-Schweinefabriken ein

Keine Schweinehaltung ohne Einstreu, d.h. ohne physisch angenehmen Liegebereich, der sauber ist und auf dem alle Schweine gleichzeitig liegen können, entspricht dem Gesetz