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Vollspaltenverbot Schweine: VGT demonstriert morgen Dienstag vor FPÖ-Bundeszentrale

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (24.06.2019)

Wien, 24.06.2019

Protest, da sich die FPÖ mit fadenscheinigen Ausreden weigert, das im Parlament zur Abstimmung vorliegende Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung zu unterstützen

Wann: Dienstag 25. Juni 2019, ab 10 Uhr
Wo: Bundesgeschäftsstelle der FPÖ, Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, Wien

Die FPÖ hat neben der ÖVP als einzige Partei im Parlament beim Fristsetzungsantrag für eine Abstimmung über ein Verbot der Haltung von Schweinen auf Vollspaltenböden nicht mitgestimmt, um diese Abstimmung zu verhindern. Die Botschaften aus der FPÖ sind zwiespältig. Die Tierschutzbeauftragte der Partei, Philippa Strache, macht sich für das Verbot stark und zeigt sich von ihrer eigenen Partei enttäuscht. Der Tierschutzsprecher der FPÖ, Josef Riemer, dagegen möchte die Landwirt_innen von jeglichen Tierschutzauflagen freihalten. Der Direktor des FPÖ-Parlamentsclubs Norbert Nemeth kündigt an, nicht gegen das Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung zu sein, nachdem es aber erst im zuständigen Ausschuss beraten worden ist. Der FPÖ-Abgeordnete Werner Neubauer wiederum meint, es werde erst am 2. Juli darüber abgestimmt und die Haltung der FPÖ sei noch offen. Das FPÖ Bürgerbüro dagegen behauptet, Schweine würden, wie Hunde, nicht schwitzen, und daher lieber auf einem verkoteten, steinharten Betonspaltenboden liegen – offenbar auch wie Hunde – statt auf einer weichen Unterlage. Deshalb sei man gegen ein Verbot von Vollspaltenböden.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Dieses Meinungschaos in der FPÖ beweist, dass hier eine Parteilinie vorgegeben wurde, ohne dass irgendjemand versteht, warum und wo das hinführen soll. Klar ist, dass jedes einzelne ‚Argument‘ der FPÖ gegen Vollspaltenböden widerlegt ist. Wenn die Abgeordneten der FPÖ jedenfalls ihre Hunde auf verkotete Spaltenböden legen, statt auf eine weiche Unterlage, dann werden sie wegen Tierquälerei verurteilt. Aus dem Schreiben des FPÖ-Bürgerbüros geht jedenfalls nicht hervor, dass das den Abgeordneten der FPÖ bewusst ist. Man muss sich jedenfalls fragen, warum Hunde in unserer Gesellschaft gesetzlich verpflichtend weich liegen können müssen, während man die Schweine auf Betonspalten und ihrem Kot liegen lässt. Tierschutz schaut ganz anders aus!

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