Teilen:

2 Jahre nach Vorfall: Wann wird Mayr-Melnhof endlich von der StA angeklagt?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (02.08.2019)

Salzburg, 02.08.2019

Selbst vom Verwaltungsgerichtshof bestätigt hat Mayr-Melnhof einem Tierschützer mit Gewalt eine Kamera abgenommen und diesen dabei verletzt: auf was wartet die Staatsanwältin?

Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Manche scheinen allerdings gleicher zu sein. Am 20. November 2017 griff Maximilian Mayr-Melnhof einen Tierschützer außerhalb seines Jagdgatters an, nahm ihm mit Gewalt die Videokamera ab und verletzte ihn dabei an der Hand. Das jedenfalls hat das Landesverwaltungsgericht Salzburg festgestellt und das wurde vom Höchstgericht bestätigt. Dazu hat das Landesverwaltungsgericht sogar Anzeige gegen Mayr-Melnhof wegen falscher Zeugenaussage erstattet. Und darüber hinaus musste die Bezirkshauptmannschaft dem VGT bereits die Kosten für die Kamera ersetzen. Trotz all dieser Fakten reagiert die zuständige Staatsanwältin in Salzburg auf keine Anfrage des Opfers und bringt weder eine Anklage ein, noch stellt sie das Verfahren ein. Letzteres würde dem Opfer zumindest die Möglichkeit eröffnen, weitere Schritte zu setzen, wie z.B. eine Beschwerde bei der Oberstaatsanwaltschaft, die wenigstens nicht in Salzburg ist, und damit hoffentlich dem politischen Einflussbereich von Mayr-Melnhof entzogen. Die Staatsanwältin unternimmt aber überhaupt nichts.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Worauf wartet die Staatsanwältin? Was für Fakten fehlen ihr, um eine Entscheidung über die Anklage zu treffen? Wie kann, bitte schön, eigentlich nicht Anklage wegen Körperverletzung und anderer Delikten erhoben werden, wenn so klare Urteile vorliegen, sogar vom zuständigen Höchstgericht? Faktum ist, dass sich Mayr-Melnhof selbstredend nicht auf seine ‚Funktion‘ als Jagdaufsichtsorgan herausreden kann, weil natürlich auch solche Organe dem Strafrecht unterliegen und Körperverletzung, Dauernde Sachentziehung oder auch Raub begehen können, selbst wenn sie meinen, im Dienst gehandelt zu haben. Dafür gibt es zahlreiche Präzedenzfälle. So wurde ein Polizist in Thal bei Graz letztlich wegen Körperverletzung verurteilt, nachdem er bei einer Jagdbeobachtung durch den VGT dem stellvertretenden VGT-Obmann auf den Kopf geschlagen hatte. Der Fall von Mayr-Melnhof ist nicht wesentlich anders. Der Unterschied scheint nur zu sein, dass der Polizist damals nicht denselben politischen Einfluss wie Mayr-Melnhof hatte. Wie anders lässt sich die totale Inaktivität der zuständigen Staatsanwältin erklären? Hätte, umgekehrt, ein Tierschützer Mayr-Melnhof überfallen, ihn verletzt und ihm mit Gewalt z.B. sein Gewehr abgenommen, wäre dieser Tierschützer längst verurteilt!

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!

01.06.2026, Baden

Erstes Pflanzenmilchfest in Baden macht Lust auf mehr

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, fand am Hauptplatz in Baden bei Wien das erste Pflanzenmilchfest statt.

01.06.2026, Wien

Heute jährt sich zum 1. Mal Fehlentscheidung Regierung Schweine-Vollspaltenboden

Die echte Ablauffrist für den Vollspaltenboden bis 2040 bzw. 23 Jahre wurde abgeschafft, stattdessen ein Vollspaltenboden Neu als neuer Mindeststandard ab 2034/2038 installiert!

28.05.2026, Wien

Nachruf für den Tierrechtspionier Helmut F. Kaplan

Verfasst von DDr. Martin Balluch.