Teilen:

Nordburgenland: Jagd auf ausgesetzte chinesische Königsfasane – bedrohte Tierart!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (31.10.2019)

Burgenland, 31.10.2019

BH Neusiedl am See versucht das Aufdecken dieser illegalen Aktivitäten zu verhindern, indem per Verordnung Betretungsverbote auf öffentlichen Straßen zum Filmen erlassen wurden

Der Herbst ist im Burgenland die Zeit der großen Abschießbelustigungen durch Jagdgesellschaften, die sich dem massenhaften Aussetzen und Abballern gezüchteter Vögel verschrieben haben. Das betrifft nicht nur Enten an der Leitha, sondern auch Fasane und Rebhühner. Dabei steht eine solche Fasanvoliere sogar auf Gemeindegrund in Gattendorf! Aber heuer setzt man an Perversion noch einen drauf: statt den üblichen Jagdfasanen hat man diesmal auch chinesische Königsfasane aus Zuchten angekauft und ausgesetzt. Die hilflosen Tiere lassen den Menschen auf 5 m heran und sitzen dicht gedrängt im Unterholz. Jetzt kann man die Hunde auf sie hetzen und die Vögel dann aus der Luft knallen! Chinesische Königsfasane sind – selbstredend – in Österreich nicht heimisch und können hier gar nicht überleben. Dieses Tier kommt nur bis zum 30. nördlichen Breitengrad vor und lebt in Eichenwäldern zwischen 550 m und 1800 m Seehöhe. Das Nordburgenland liegt am 48. nördlichen Breitengrad auf 100 m Seehöhe und überall ist Ackerland. In China zählt die Art als bedroht. Aber die dekadenten Jagdgesellschaften im Nordburgenland ballern offenbar gerne auf diese bunten Tiere, weil sie fast 1,5 m lange Schwanzfedern haben.

Als das Gatterjagdverbot in das Jagdgesetz im Burgenland geschrieben wurde, reklamierte die FPÖ auch die Möglichkeit ins Gesetz, Sperrzonen öffentlicher Straßen gegen Kameras von Tierschützer_innen zu erlassen, um genau das Aufdecken solcher Machenschaften zu verhindern. Seitens der Jägerschaft will man nicht, dass irgendjemand weiß, was man für perversen Unsinn treibt und wie man Natur und Tiere missbraucht. „Aus den Augen aus dem Sinn“ muss die Motivation der BH Neusiedl am See gewesen sein, als sie per Verordnung nun Sperrzonen öffentlicher Straßen erließ, um die Abschießbelustigungen zahmer ausgesetzter Vögel aus der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu verbannen. In der Praxis geht die lustige Jagdgesellschaft mit Betretungsverbotstafeln zu ihren ausgesetzten Fasanen, stellt diese selbständig außer Sichtweite mitten auf der öffentlichen Straße auf und ballert dann munter drauflos. Vor einigen Jahren hat der Verfassungsgerichtshof derartige Sperrgebiete um die Gatterjagden des Herrn Mensdorff-Pouilly im Südburgenland für verfassungswidrig erklärt. Aber das scheint der Behörde egal zu sein. Hauptsache, für den Moment lassen sich dadurch die Kameras fernhalten.

VGT-Obmann Martin Balluch: Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit von fast 80 % der Bevölkerung diese Abschießbelustigungen auf ausgesetzte Zuchttiere verboten sehen will. Das trifft umso mehr auf exotische Tiere, wie den chinesischen Königsfasan, zu. Doch wie soll sich die öffentliche Meinung artikulieren, wenn niemand von diesen Machenschaften erfährt? Deshalb versucht man nun, uns mittels Betretungsverboten am Filmen der unfassbaren Tierquälereien und des Missbrauchs der Natur zu hindern. Das wollen naturverbundene Menschen sein, die ausgesetzte chinesische Zuchtvögel abknallen? Es wird Zeit, dass dieser infantilen Jagdpraxis das Handwerk gelegt wird. Der VGT hat erneut Anzeige erstattet.

11.09.2026, Klagenfurt

Einladung Klagenfurt: 2 Personen 11 Std auf Schweine-Vollspaltenboden

Einer der Tierschützer:innen wird auf einem klassischen Vollspaltenboden sitzen, der 2034/2038 verboten wird, die andere auf der Neuversion des Vollspaltenbodens, die kein Ablaufdatum hat

10.09.2026, Färöer

Waljagd auf den Färöer-Inseln: VGT spricht mit Walfänger

Heuer wurden schon über 800 Grindwale auf den Färöer-Inseln massakriert – die zu Dänemark gehörende Inselgruppe beruft sich auf Tradition

09.09.2026, Wien

Noch immer kein Schweine-Vollspaltenbodenverbot: VGT-Protest beim Ministerrat

Der VGT erinnert die Regierung daran, dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass es ab Ende 2026 einen neuen Mindeststandard für die Haltung von Schweinen geben muss

08.09.2026, Wien

Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt

Tierschutzorganisationen fordern runden Tisch: Damit im kommenden Jahr keine Pferde mehr unter Hitze, Verkehr und Stress in der Wiener Innenstadt leiden müssen

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden

28.08.2026, Wien

Einladung zu Demozug gegen qualvolle Tiertransporte am 29. August 2026

VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See