Teilen:

Burgenland: Verbot des Aussetzens gezüchteter Fasane und Enten in Begutachtung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (15.11.2019)

Burgenland, 15.11.2019

Endlich soll das Aussetzen von Tieren aus (zumeist ungarischer oder tschechischer) Massentierhaltung nur für die Abschießbelustigung verboten werden!

Seit Jahrzehnten schon wird der VGT nicht müde, die Missstände bei der Jagd durch Aussetzen von Zuchtvögeln aus Massentierhaltung aufzudecken. Ob es sich um angekaufte Enten handelt, die Mensdorff-Pouilly Jahr für Jahr in seinen Kunstteichen aussetzt, mit Trillerpfeifen auf „Kommen“ dressiert und dann seinen Jagdgästen vorführt, bis am Ende der Jagdsaison alle abgeschossen sind und die Teiche bis zur nächsten Jagdsaison verwaist zurückbleiben. Oder ob es um die Aussetzerei von Enten an der Leitha und ihren Nebenflüssen geht, die dort die Gewässer verkoten und das ökologische Gleichgewicht durch die Futtermassen gefährden. Oder ob es um Zuchtfasane geht – sogar um den chinesischen Königsfasan –, die, aus Massentierhaltung angekauft u.a. in Volieren auf Gemeindegrund gehalten werden, nur um Schießbudenfiguren abzugeben. Die Liste ließe sich lange fortsetzen! Die Jagden auf diese hilflosen Zuchttiere nach dem Aussetzen sind nicht minder grausam und absurd. Tiere, die nie zu fliehen gelernt haben, werden von Jagdhunden aufgescheucht und aus dem Himmel geschossen, sodass sie wie lebende Regentropfen zu Boden prasseln. Keiner dieser ausgesetzten Zuchtvögel überlebt bis ins Frühjahr, wenn die Tiere dieser Arten erstmals Eier legen würden. Mit Bestandsstützung hat das ganz offensichtlich überhaupt nichts zu tun. Dem soll nun endlich ein Ende bereitet werden!

Die Landesregierung hat jetzt eine Reform des Jagdgesetzes in Begutachtung geschickt, die das Aussetzen von eingefangenem oder aufgezogenem Wild von einer Genehmigung der Landesregierung abhängig macht, die durch ein jagdfachliches und ein naturschutzfachliches Gutachten gedeckt sein muss. Das Aussetzen darf nur genehmigt werden, wenn es nachweislich einer notwendigen Bestandsstützung dient und eine Jagd in derselben Saison danach auf dieselbe Tierart ausgeschlossen ist. Wenn dieses Gesetz so beschlossen wird, dann geht diese unsägliche Jagdpraxis aus längst vergangener Zeit tatsächlich zuende! Das Burgenländische Jagdgesetz schränkt momentan das Aussetzen von heimischem Wild praktisch nicht ein. Das Verbot würde jetzt auch z.B. das Aussetzen von kapitalen Rothirschen aus Zuchtgattern verbieten!

VGT-Obmann Martin Balluch: Es ist sehr erfreulich, dass sich diese Minderheit der Jägerschaft, die sich noch am massenhaften Abschuss ausgesetzter Zuchttiere ergötzt, nicht gegen den klaren Mehrheitswillen der Bevölkerung durchsetzt. Eine repräsentative Umfrage hat gezeigt, dass 75 % der Menschen ein Verbot des Aussetzens von Zuchttieren für die Jagd wünschen. In Wien, Vorarlberg und kürzlich auch Salzburg hat man dem mit einem entsprechenden Verbot Rechnung getragen. Jetzt wird das Burgenland nachziehen. Und das genau 100 Jahre nach dem Ende der Monarchie, in der diese feudale Jagdpraxis das unhinterfragte Hobby des Adels war. Damit sollte ein für alle Mal die Abschießbelustigung auf lebende Schießbudenfiguren Geschichte sein.

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.