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Panik vor dem Silvester-Feuerwerk: wie bringe ich Ruhe in mein Zuhause

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (31.10.2023)

Wien, 31.10.2023

Tipps und Tricks, wie du mit Hunde, Katze und Co ein möglichst friedliches Silvester verbringen kannst

Alle Tierhalter:innen kennen und fürchten es - schon einige Tage vor Silvester beginnen die ersten Böller und "Piraten" zu krachen, am 31.12. gegen Abend geht es dann richtig los. Während viele Zwei- und Vierbeiner sehr gut mit dem plötzlichen Lärm zurechtkommen, ist es für viele Horror pur. Wir haben hier eine Reihe nützlicher Tipps zusammengestellt, die die Schrecken der Silvesternacht für Fellnase und Co etwas erleichtern sollen.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Erledigen Sie die Gassirunde schon am Nachmittag, wenn es noch ruhig ist. Wenn nötig können Sie dann ein paar Stunden nach Mitternacht, wenn es nicht mehr kracht, nochmal rausgehen.
  • An den Tagen um Silvester niemals ohne Leine Gassi gehen - ein plötzlicher Böller kann auch einen "coolen" Hund verschrecken und in Panik weglaufen lassen. Ein ausbruchssicheres Geschirr (niemals Halsband!) kann im Schreckfall Leben retten. Vorsicht auch bei offenen Gartentüren, Haustüren oder Terassentüren - immer wieder laufen verschreckte Hunde zu Silvester weg und es ist schwer, sie wiederzufinden!
  • Schreckhafte Freigänger-Katzen an den Tagen um Silvester lieber im Haus lassen!

Ein sicherer Ort

  • Lassen Sie die Tiere zu Silvester nicht alleine. Ein Tier, das Angst hat, braucht seine Bezugspersonen ganz besonders. Verbringen Sie einen möglichst normalen, ruhigen Abend zuhause. Ihre Anwesenheit wird sich auf die Stimmung der Vierbeiner positiv auswirken.
  • In der Silvesternacht braucht Ihr Liebling Sie ganz besonders - seien Sie für das Tier da, geben Sie besonders ausführliche Streicheleinheiten und halten Sie die besten Leckerlis parat. (Wenn das Tier sich zurückziehen möchte und lieber Ruhe haben will, soll das natürlich auch unbedingt respektiert werden).
  • Versuchen Sie selbst, möglichst ruhig und entspannt zu bleiben, auch wenn Ihre nichtmenschlichen Freund:innen gerade "durchdrehen".
  • Dunkeln Sie die Zimmer ab (Jalousien runter, Vorhänge zu) und drehen Sie sanfte Musik auf. Wenn es den Tieren Normalität vermittelt, schalten Sie den Fernsehapparat ein (aber nicht auf einem Kanal der das Silvesterfeuerwerk überträgt...). Eine Schutzhöhle aus Decken und Pölstern, im Idealfall in einem fensterlosen Raum, kann ein hilfreicher Rückzugsort sein.
  • "Bemitleiden" Sie die Tiere nicht, oder reden mit weinerlicher Stimme auf sie ein. Das verstärkt die Gefühle der Ängstlichkeit nur. Das Tier braucht Ihr Mitgefühl und Ihre Nähe, und das zeigen Sie am besten, indem Sie Ruhe, Stärke und Verständnis ausstrahlen.
  • Sprechen Sie rechtzeitig mit den Nachbar:innen - vielleicht zeigen diese Verständnis für Ihre Situation und verzichten den Tieren zuliebe auf die Knallerei.

Im Notfall

  • Wenn Sie wissen, dass die Tiere, die bei Ihnen leben, zu Silvester wirklich panisch reagieren, suchen Sie rechtzeitig eine:n Tierärzt:in auf und lassen Sie sich im Ernstfall Beruhigungsmittel für das Tier geben.
  • Wenn Sie in einer Großstadt leben und gar nichts mehr hilft, verbringen Sie Silvester am Land, wo es ruhiger ist. Aber Vorsicht: auch in kleinen Ortschaften wird manchmal ganz schön "rumgeballert". 
  • Rund um Flughäfen herrscht Raketenverbot - wer sich gar nicht mehr zu helfen weiß, kann ein spezielles "Hundehotel", z.B. beim Flughafen Wien, buchen und dort Silvester verbringen.
  • Angsttiere rechtzeitig mit verhaltenstherapeutischen Übungen helfen, Expert:innen können helfen!

Für Wildtiere gibt es leider keinen Schutz vor den Silvester-Feuerwerken. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition, damit sinnlose Opfer der Knallerei in Zukunft vermieden werden!

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