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Wien, am 27.01.2020

Skandalentscheidung um die Polizeipferde

Die Befürchtungen des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN werden wahr: Nach dem Ende der berittenen Polizei sollen die Pferde in anderen Ländern den „Polizeidienst“ antreten

Vor rund zwei Jahren verkündete Ex-Innenminister Herbert Kickl, eine Polizeipferde-Einheit aus dem Boden stampfen zu wollen. Der VGT reagierte mit scharfer Kritik an dem komplett unüberlegten Projekt und beinahe täglich stattfindenden Protesten vor dem Innenministerium. Ununterbrochen wurde von Tierschutzseite auf das Tierleid im „Polizeieinsatz“ hingewiesen. Ende des Jahres 2019 erklärte Ex-Innenminister Peschorn das Projekt für beendet. Ein Happy End für die Tiere schien greifbar. Der VGT appellierte mittels offenen Briefes an das Innenministerium, die Pferde an Gnadenhöfe zu übergeben. Angebote dafür gab es genug.

Komplett unverständlich erscheint VGT-Campaigner David Fenzl der aktuelle Plan, die Pferde an andere Polizeipferde-Staffeln im Ausland zu verkaufen: Es ist ein Skandal. Die Pferde werden einfach von einem Land in das andere verkauft, getauscht, verschenkt, als ob sie keine sensiblen Lebewesen wären. Niemand in der Politik scheint das Tierschutz-Debakel, das sich hinter dem gescheiterten Projekt der Polizeipferde verbirgt, zu begreifen. Die Tatsache, dass die Entscheidung über den Verkauf der Pferde von Landwirtschafts-, Innen- und Verteidigungsministerium und nicht vom Tierschutzminister getroffen wurde, zeigt ganz klar, dass den Damen und Herren in den Ministerien ein politisches Faktum entgangen zu sein scheint: Tiere sind keine Ware!

Der VGT appelliert mit Dringlichkeit an die Zuständigen im Landwirtschafts-, Verteidigung- und Innenministerium (speziell an Bernhard Treibenreif, Cobra-Direktor im Innenministerium und nunmehr Hauptverantwortlicher für die Polizeipferde), zu einer tierschutzgerechteren Lösung als der Anvisierten, zu kommen. Tierschutzminister Rudolf Anschober wird dringend ersucht, seiner Verantwortung nachzukommen und den Prozess zu begleiten!

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