Teilen:

VGT zum „Jagdübereinkommen“ Nationalpark Hohe Tauern: wo bleibt der Tierschutz?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (27.02.2020)

Wien, 27.02.2020

Große Beutegreifer – als „Großraubwild“ bezeichnet – sollen im Nationalpark (!) Hohe Tauern nicht erhalten werden; Beirat mit Jagdüberhang ohne Natur- oder Tierschutz entscheidet!

Ist es kein Aprilscherz, muss es ein verspäteter Faschingsscherz sein! Die Hohe Politik in Kärnten ist mit dem Landesjägermeister ein sogenanntes „Jagdübereinkommen“ zum Nationalpark Hohe Tauern eingegangen, das nicht nur die Nationalparkidee mit Füßen tritt, sondern auch jede Beteiligung von Natur- und Tierschutzverbänden am Wildtiermanagement ausschließt. In diesem Papier steht allen Ernstes, dass die Großen Beutegreifer Bär, Luchs und Wolf sowie Goldschakal und Fischotter im Nationalpark nicht erhalten werden sollen. In einem Nationalpark! Und damit wird auch implizit keine Forschung mehr an diesen Tierarten möglich sein. Zusätzlich wird durch das „Jagdübereinkommen“ ein Beirat eingerichtet, der aus 5 Jäger_innen, 3 Grundbesitzer_innen, 2 Vertreter_innen der Nationalparkverwaltung und 1 Vertreter_in der Landesforstdirektion besteht und über Maßnahmen des Wildtiermanagements entscheiden soll. Tier- oder Umweltschützer_innen, wie z.B. Vertreter_innen des Naturschutzbundes und des WWF, wie in einem ähnlichen Gremium des Nationalparks Kalkalpen, oder der VGT beim Wildtiermanagement des Lainzer Tiergartens, sucht man vergeblich.

Der bekannte Biologe Univ.-Prof. Dr. Kurt Kotrschal kommentiert das in seinem Blog so: Das neue Jagdübereinkommen widerspricht dem Nationalparkgesetz und nicht zuletzt verstößt dieses irre Übereinkommen auch eklatant gegen die für Österreich gültige EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.“ Und Kotrschal weiter: „Das Wording des Übereinkommens entlarvt: Die ökologisch wertvollen Beutegreifer Wolf, Bär, Luchs, Schakal und Otter werden als ‚Räuber‘ (!) bezeichnet, und als ‚Wild‘, womit die Jägerschaft patzig ihr Verfügungsmonopol markiert.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch mahnt die Einbeziehung von Tierschutzverbänden ein: Tierschutz ist auch Wildtierschutz. Wolf, Bär, Luchs, Goldschakal und Fischotter haben ein Existenzrecht, ihre Interessen müssen genauso vertreten werden, wie jene der sogenannten Nutz- und Haustiere. Und es liegt im Interesse der gesamten Wildtierpopulationen des Nationalparks, dass es ein funktionierendes Ökosystem gibt, in das möglichst wenig jagdlich eingegriffen wird. Bereits wissenschaftlich bestätigt ist weiters, dass Hirsch und Reh bei der Präsenz von Großen Beutegreifern weniger unter Angst leiden, als wenn sie von Menschen bejagt werden. Und menschliche Jäger_innen schießen nach anderen Kriterien, sodass unter Wolf und Luchs die Wildtierpopulationen deutlich gesünder sind. Auch Wildtierpopulationen wollen unabhängig von menschlichen Wertekategorien ihr Leben selbst gestalten. Die Interessen sämtlicher Wildtiere stehen also dem Inhalt dieses ‚Jagdübereinkommens‘ diametral entgegen. Es muss daher ehebaldigst wieder aufgelöst werden!

09.04.2026, Salzburg

Stadt Salzburg verschweigt: Fütterungsverbot in Augsburg hat Ausnahmen für Fütterungsplätze

Der Amtsbericht „Stadttaubenkonzept“ der Stadt Salzburg offenbart, dass wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit zurückgehalten werden und die artgerechte Fütterung der Stadttauben bis zum Einzug in die Taubenschläge an kontrollierten Fütterungsplätzen so verhindert wird.

09.04.2026, Gmünd

Gmünder Lachsfabrik steht still

Der Bau der Lachszuchtanlage hat noch nicht begonnen. Proteste gegen andere Lachsfabriken gibt es in mehreren europäischen Ländern

Das Bild zeigt einen (ehemaligen) Mitarbeiter der Schweinefabrik

09.04.2026, Wien/Großkadolz

Oberlandesgericht Wien: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht beleidigen

Einstweilige Verfügung: die Bezeichnung als „terroristische Vereinigung“ sei eine unwahre und rufschädigende Tatsachenbehauptung, die Hardegg unterlassen müsse

08.04.2026, Baden

Pflanzenmilchfest am 30. Mai 2026

Entdecke die bunte Welt der Pflanzenmilch - mit Workshops, Kinderprogramm, Verkostungen und spannenden Infos rund um nachhaltige Ernährung. Eintritt frei für Groß und Klein!

08.04.2026, Wien

SLAPP-Prozess: VGT eröffnet Petition an SPAR, aus Vollspaltenfleisch auszusteigen

SPAR hat den VGT im Juli 2022 (!) wegen dessen Kritik am Verkauf von Schweinefleisch aus Haltung auf Vollspaltenboden geklagt; der Prozess läuft noch immer

07.04.2026, Wien

Osterregen brachte Krötensegen in Hernals

Auch der seltene Alpenkammmolch ist am Amphibienschutzzaun Hanslteich wieder aufgetaucht

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.

03.04.2026, Salzburg

VGT fordert Fütterungsplätze für Salzburgs Tauben

Während die Tauben in der Stadt Salzburg langsam und qualvoll verhungern, möchte der Magistrat den Strafrahmen des Taubenfütterns auf 1000 Euro anheben