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Virtuelle VGT-Protestaktion: Tierschützer_innen kritisieren AMA für Vollspaltenboden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.04.2020)

Wien, 17.04.2020

VGT hat aufgedeckt: grauenhafte, aber legale Zustände in einer Schweinefabrik mit Vollspaltenboden statt Stroheinstreu als „artgerecht“ mit AMA-Gütesiegel

Nachdem der VGT die grauenhaften Zustände sowohl in der Mast als auch der Zucht einer Schweinefabrik in NÖ aufgedeckt hat, die ihre eigene Haltung als „artgerecht“ bezeichnet, obwohl sie nun die EU-Mindestvorgaben einhält, und das AMA-Gütesiegel führt, haben nun 60 Tierschützer_innen sich selbst zu Hause mit einem Protestplakat fotografiert. Kritisiert wird, dass die AMA tatsächlich Betriebe dieser Art, mit Vollspaltenboden ohne Stroheinsteu, mit einem Gütesiegel auszeichnet. Die AMA könnte zumindest Stroheinstreu im Liegebereich der Schweine voraussetzen. Fassungslos macht darüber hinaus, dass diese miesest mögliche Haltung als „artgerecht“ bezeichnet wird, nach Angaben der Behörden sei das möglich, weil dieser Begriff nicht geschützt wäre. Allerdings denkt man bei artgerecht sicher nicht an völlig verdreckte Tiere, die auf scharfkantigen Betonspalten ohne jeden Strohhalm leben müssen, ohne Sonnenlicht und frische Luft, und sich vor Verzweiflung gegenseitig verletzen. Der VGT fordert ein Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Es gibt wirklich niemanden, der diese Fotos aus dem Betrieb sieht und die Zustände für akzeptabel hält. Die Menschen werden getäuscht. Die AMA könnte hier viel dazu beitragen, dass solche Zustände der Vergangenheit angehören und die Menschen tatsächlich Tierprodukte aus Haltungsformen bekommen, die sie goutieren. Sie müsste nur die Richtlinien entsprechend ändern und Schweinebetriebe mit Vollspaltenboden und ohne Stroheinstreu aus dem Programm nehmen. Erschreckend die Reaktionen eines Politikers der FPÖ, der Schweineindustrie und von Teilen der Behörde: statt Verbesserungen durchzuführen, schreit man nach Verfolgung jener Personen, die diese Filme erstellt haben. Dabei sind es genau diese Leute, die dazu beitragen, dass die Konsument_innen wenigstens ehrlich über die Zustände aus jenen Betrieben informiert werden, aus denen sie mehrheitlich ihre Tierprodukte beziehen. Wer würde diese gesellschaftlich so wichtige Rolle sonst übernehmen? Soll man die Information der Komsument_innen etwa der Fleischwerbung überlassen?

► Pressefotos zum Download (Copyright: VGT/VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN)

 

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