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Die-In vor dem Landwirtschaftsministerium

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.07.2020)

Wien, 30.07.2020

Tierschützer_innen des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN machen auf die hohe Sterblichkeitsrate in der Vollspaltenbodenhaltung von Schweinen aufmerksam.

Bis zu 25 % aller Schweine, die zuvor auf Vollspaltenboden dahinvegetieren mussten, sterben noch vor dem Schlachttermin. Sie sterben noch bevor sie 6 Monate alt sind. Sie gehen noch im Kindesalter am Vollspaltenboden zugrunde., sagt VGT-Campaigner David Fenzl mittels Lautsprecherbox in Richtung Landwirtschaftsministerium.

Die extrem hohe Mortalitätsrate war heute Anlass für eine Tierschutz-Aktion vor dem Ministerium. 20 Aktivist_innen des VGT setzten sich Schweinemasken auf, gingen vor dem Ministerium umher und beim Signal „Nein zum Vollspaltenboden“ ließen sie sich zu Boden fallen. Sie blieben regungslos am Boden liegen und hielten dabei Schilder mit Aufschriften wie „Schweine sterben auf Vollspaltenboden“.

Fenzl dazu: Seit Monaten ist das Thema Vollspaltenboden in der Schweinehaltung Tierschutz-Thema Nummer 1 in Österreich. 60 % der Schweine müssen auf steinhartem Betonboden mit eingelassenen Spalten ihr Dasein fristen. Die scharfkantigen Spalten führen zu schmerzhaften Gelenksentzündungen, die mit Ammoniak verseuchte Luft führt zu Augen- und Lungenentzündungen. Es liegt an der Landwirtschaftsministerin, Elisabeth Köstinger, ein Verbot des Vollspaltenbodens auf Schiene zu bringen. 96 % der österreichischen Bevölkerung wollen, dass Schweinen Stroh eingestreut wird. Der Großteil der Österreicher_innen will, dass der tierquälerische Vollspaltenboden verboten wird. Es wäre demokratiepolitisch höchst bedenklich, würde Ministerin Köstinger dieses Anliegen der österreichischen Bevölkerung einfach ignorieren.

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