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St. Pölten, am 25.09.2020

24 Stunden Vollspaltenboden in St. Pölten: „Schweine brauchen Stroh!“

Unisono betonen die beiden Aktivist_innen, die am Bahnhofsplatz in St. Pölten die ganze Nacht auf einem Vollspaltenboden verbracht haben, dass Schweine eine weiche Einstreu brauchen

Landwirtschaftsministerin Köstinger sagt kein Wort zur Frage des Vollspaltenbodens, aber aus ihren Kreisen sickert durch, dass sie bereit wäre, die Spalten in der Schweinebucht nur auf einen Teil der Bodenfläche einzuschränken, aber keine Stroheinstreu vorzuschreiben. Doch wäre der Boden ohne Spalten aber auch ohne Stroh physisch angenehm, wie das die EU-Mindestrichtlinie für den Liegebereich vorschreibt? Nein, sagen ein Mann und eine Frau, die seit 24 Stunden auf original Vollspaltenboden am Bahnhofsplatz in St. Pölten sitzen und in diesem Moment ihre Aktion beenden. Schweine brauchen doppelt so viel Platz und eine Stroheinstreu, um den EU-Vorgaben zu genügen!

Daniela Noitz, VGT-Campaignerin aus Niederösterreich, dazu: Nach 24 Stunden auf einem Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu kann ich definitiv sagen, er ist NICHT physisch angenehm. Schon nach wenigen Stunden weiß man nicht mehr, wie man sitzen soll, weil jede Position Schmerzen bereitet. Wobei wir das Privileg hatten, nicht in einer fensterlosen Halle eingesperrt und nicht dem Gestank ausgeliefert zu sein, und wir dürfen jetzt weggehen. Die Schweine müssen bleiben, ihr ganzes Leben lang.

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Auch Nino G. verbrachte 24 Stunden auf Vollspalten: Ich bin jetzt zu 100 % überzeugt, dass man diesen Folterspaltenboden unmöglich als physisch angenehm bezeichnen kann. Die Möglichkeit, zu schlafen, ging gegen Null. Einzig die Erschöpfung und die Schmerzen ließen mich kurzfristig einnicken, gefolgt von einem Erwachen mit noch größeren Schmerzen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Klar ist, damit der Liegebereich für die Schweine physisch angenehm wird, wie das die EU-Mindestrichtlinie vorschreibt, müssen die Spalten weg und durch Stroh ersetzt werden, und die Schweine brauchen doppelt so viel Platz, damit sie alle nebeneinander im eingestreuten Bereich liegen können und noch Raum zum Essen, Koten und für Aktivitäten haben. Es darf hier keine halben Sachen geben, kein Vollspaltenverbot ohne verpflichtende Stroheinstreu und doppelt so viel Platz. Das wäre eine Augenauswischerei.


Pressefotos zum Download (Copyright: VGT.at/VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN)

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