Teilen:

VGT appelliert an Tierschutzminister Anschober: Stroh im Liegebereich für Schweine!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.10.2020)

Wien, 05.10.2020

Ein Verbot des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung ist nur dann eine Verbesserung, wenn im so entstandenen planbefestigten Liegebereich Stroh tief eingestreut wird!

Das Verbot des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung liegt in der Luft. Alles wartet auf einen Gesetzesvorschlag von Tierschutzminister Anschober und auf eine Gesprächsbereitschaft von Landwirtschaftsministerin Köstinger. Doch der VGT warnt, keine halben Sachen zu machen. VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Das Verbot des Vollspaltenbodens bedeutet lediglich, dass es einen planbefestigten Bereich in der Schweinebucht geben muss. Doch wenn der nur eine Betonunterlage hat, ist damit nichts gewonnen. Im Gegenteil, wie unsere letzten Aufdeckungen zeigen: im planbefestigten Bereich staut sich rasch der Kot, wenn dort keine Einstreu liegt. Es ist daher unumgänglich, dass ein Verbot des Vollspaltenbodens mit einer verpflichtenden Stroheinstreu im so entstandenen planbefestigten Bereich einhergeht, die eine weiche Unterlage für die Schweine bieten muss, in der sie auch wühlen können. Ein paar Strohhälmchen reichen dafür nicht. Die Tiere müssen weich und trocken liegen.

Und der VGT-Obmann weiter: Klar ist auch, dass die Schweine mehr Platz brauchen. Wenn ein Liegebereich für Schweine einen Sinn haben soll, dann nur, wenn alle Schweine gleichzeitig darauf liegen können. Eine Stroheinstreu in einer Ecke der Bucht, die nur für einen Teil der Tiere Platz bietet, ist selbstverständlich keine Lösung.

Die Situation erinnert mich an das Verbot der Legebatterien. Die Tierindustrie wollte als Zwischenlösung sogenannte ausgestaltete Käfige, die etwas größer waren und eine Matte, eine Sitzstange und ein Pseudonest enthielten. Das reicht aber nicht, deshalb kam auch ein vollständiges Verbot der Käfighaltung von Legehennen. Genauso jetzt bei den Schweinen: eine planbefestigte Ecke in der sonst unveränderten Bucht reicht nicht. Wir brauchen einen anständig mit Stroh eingestreuten Liegebereich, auf dem alle Tiere gleichzeitig Platz finden, schließt Balluch.

Der VGT forderte daher ein Verbot des Vollspaltenbodens kombiniert mit einer verpflichtenden Stroheinstreu in einem eigenen Liegebereich, also auch mehr Platz für die Tiere.

21.10.2026, Wien/OÖ

Aktuelle UNESCO-Stellungnahme: ob OÖ-Singvogelfang Kulturerbe bleibt, ist offen

Festgestellt wird, „dass es sich um eine gesellschaftlich umstrittene Praxis handelt – insbesondere hinsichtlich der Einschätzung von Ausmaß und Zumutbarkeit des den Vögeln zugefügten Leids“

20.10.2026, Wien

Veganes Martini-Gansl Festessen im Restaurant „Tisch“

Wir durften das 6-Gänge-Vegansl-Menü im Restaurant „Tisch“ im 8. Bezirk in Wien für euch verkosten.

19.10.2026, Wien

Vegansl (Veganes Gansl) 2026

Rund um Martini wird wieder in zahlreichen Lokalen das traditionelle Martini-Gansl angeboten. Doch auch Veganer:innen kommen auf ihre Kosten!

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung