Teilen:

Burgenland: Protest beim Landhaus zur Landtagssitzung gegen Aufhebung Gatterjagdverbot

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (15.10.2020)

Eisenstadt, 15.10.2020

Landtagspräsidentin Dunst zur Frage, warum die SPÖ jetzt das von ihr so gut formulierte Gatterjagdverbot von Mai 2017 wieder aufheben will: „Kein Kommentar!“

Es kam für alle überraschend. Während die Diskussion über das Gatterjagdverbot seinerzeit von 2015 bis 2017 intensiv öffentlich geführt worden ist, kommt die Aufhebung des Verbots plötzlich aus dem nichts und soll rasch durchgezogen werden. Die Begutachtungsfrist endet am 5. November, das Gesetz soll am 12. November bereits beschlossen werden. Nicht nur, dass damit erstmals in der Geschichte Österreichs ein etablierter Tierschutzstandard einfach ersatzlos wieder aufgehoben werden soll. Das Ganze soll auch noch in atemberaubendem Tempo geschehen, offenbar damit darüber ja nicht diskutiert wird. Bisher weigern sich alle relevanten Funktionär_innen der SPÖ, dem Tierschutz zu erklären, was die Begründung für dieses Vorgehen ist.

Deshalb hielt der VGT heute Früh vor dem Landhaus in Eisenstadt eine Protestkundgebung anlässlich der dortigen Landtagssitzung ab. Zahlreiche Abgeordnete, insbesondere der Grünen, äußerten ihre Sympathie, der Grüne Abgeordnete Wolfgang Spitzmüller brachte sogar Tee für die Tierschützer_innen. Die Landtagspräsidentin Verena Dunst, die das Gatterjagdverbot seinerzeit als zuständige Landesrätin eingeführt hat, sagte beim Betreten des Landhauses zu VGT-Obmann Martin Balluch nur „Kein Kommentar!“. Balluch hatte sie gefragt, warum die SPÖ ihr gutes Gesetz wieder kippen will.

VGT-Obmann Martin Balluch kündigt einen heißen Herbst an: Landeshauptmann Doskozil, der vermutlich hinter dieser nicht nachvollziehbaren Vorgangsweise steckt, und der offenbar unbedingt das Gatterjagdverbot wieder aufheben will, soll nicht glauben, dass wir kurz protestieren und dann könne Gras über die Sache wachsen. Hier geht es aus Tierschutzsicht um alles. Wir haben sehr viel Arbeit und Energie in dieses Gatterjagdverbot gesteckt, es wurde 3 Jahre lang verhandelt, wir haben 5 Gutachten vorgelegt. In ganz Österreich gibt es jetzt Gatterjagdverbote, das ist der neue Tierschutzstandard. Und jetzt will LH Doskozil diesen ganz wesentlichen Tierschutzstandard einfach ersatzlos streichen! Nicht mit uns. Jetzt wird mobilisiert. Wenn wir einfach so zulassen, dass wichtige Kampagnenerfolge und Fortschritte im Tierschutz nivelliert werden, dann ist gar nichts mehr sicher. Morgen dürfen dann wieder Zuchtenten zur Jagd ausgesetzt werden, und übermorgen sitzen die Legehennen wieder in Batteriekäfigen. Nein. Etablierte Tierschutzstandards müssen bleiben, sonst hat die Tierschutzarbeit überhaupt keinen Sinn mehr!

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

16.04.2026, Wien

Tierschutz-Aktion zum "Muttertag"

Am 8. Mai zeigen Tierschützer:innen von VGT und Vienna Animal Save die Ausbeutung von Tiermüttern auf.

14.04.2026, Wien

Wiener Vegan Ball 2026

Am 11. April hieß es wieder „Alles Walzer!“ im Hilton Vienna Park.

09.04.2026, Salzburg

Stadt Salzburg verschweigt: Fütterungsverbot in Augsburg hat Ausnahmen für Fütterungsplätze

Der Amtsbericht „Stadttaubenkonzept“ der Stadt Salzburg offenbart, dass wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit zurückgehalten werden und die artgerechte Fütterung der Stadttauben bis zum Einzug in die Taubenschläge an kontrollierten Fütterungsplätzen so verhindert wird.

09.04.2026, Gmünd

Gmünder Lachsfabrik steht still

Der Bau der Lachszuchtanlage hat noch nicht begonnen. Proteste gegen andere Lachsfabriken gibt es in mehreren europäischen Ländern

Das Bild zeigt einen (ehemaligen) Mitarbeiter der Schweinefabrik

09.04.2026, Wien/Großkadolz

Oberlandesgericht Wien: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht beleidigen

Einstweilige Verfügung: die Bezeichnung als „terroristische Vereinigung“ sei eine unwahre und rufschädigende Tatsachenbehauptung, die Hardegg unterlassen müsse

08.04.2026, Baden

Pflanzenmilchfest am 30. Mai 2026

Entdecke die bunte Welt der Pflanzenmilch - mit Workshops, Kinderprogramm, Verkostungen und spannenden Infos rund um nachhaltige Ernährung. Eintritt frei für Groß und Klein!