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Wien, am 16.10.2020

70.000 unterstützen VGT-Petition gegen Vollspaltenboden: Übergabe an Minister Anschober

Kommenden Montag werden 70.000 Unterschriften für ein Verbot des Vollspaltenbodens und für eine verpflichtende Stroheinstreu an Tierschutzminister Anschober übergeben

In unserer Demokratie haben die Regierenden als Repräsentant_innen des Volkes die Pflicht, dem Willen der Mehrheit zu entsprechen. Und sich zumindest zu rechtfertigen, wenn sie es nicht tun wollen. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hält sich weder an das Eine noch das Andere. Sie hat sich geweigert, die Petition des VGT gegen den Vollspaltenboden in der Schweinehaltung anzunehmen. Anders Tierschutzminister Anschober. Trotz Coronaverpflichtungen hat er dem VGT kommenden Montag um 14:30 Uhr als Termin für eine Übergabe der 70.000 Unterschriften angeboten. Die Unterzeichner_innen der Petition fordern, für die Schweinehaltung einen Liegebereich mit tiefer Stroheinstreu gesetzlich vorzuschreiben, der groß genug ist, sodass alle Tiere gleichzeitig nebeneinander liegen können. Im Klartext bedeutet das auch eine Vergrößerung der Schweinebuchten auf etwa das Doppelte, um zumindest zwei Bereiche zu ermöglichen: den Liegeplatz und einen Aktivitäts-, Ess- und Kotplatz.

Zur Petition


Für den 19. Oktober 2020 war von Minister Anschober eigentlich ein Tierschutzgipfel zur Schweinehaltung anberaumt. Allerdings musste der coronabedingt abgesagt werden. Dafür soll am 15. Dezember ein Ersatzgipfel zur Schweinehaltung mit Onlinekonferenzschaltung stattfinden. Die Petitionsübergabe ist dennoch am 19. Oktober möglich.

VGT-Obmann Martin Balluch: Wie lange will sich Landwirtschaftsministerin Köstinger noch verkriechen? Die Sachlage ist eindeutig, die Argumente sind ausgetauscht. Die EU-Richtlinie für Mindeststandards in der Schweinehaltung verbietet ein routinemäßiges Schwanzkupieren und verpflichtet zu einem physisch angenehmen Liegebereich. Beides ist nur möglich, wenn der Vollspaltenboden durch tiefe Stroheinstreu mit mehr Platz ersetzt wird. Das ist alternativlos. Die Landwirtschaftsministerin sollte das langsam auch anerkennen.

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