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Gatterjagd: Angeschossener kapitaler Wildschwein-Eber im Jagdgatter Mensdorff-Pouilly

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.11.2020)

Bezirk Güssing, 09.11.2020

Tierschützer_innen mussten mit ansehen, wie das Tier mit offener Wunde linksseitig am Bauch, den Zaun entlang an ihnen vorbei humpelte

Die Gatterjagd ist unfassbar grausam. Die Tiere wissen, dass sie keine Chance haben. Sie leiden stundenlang Todesangst. Und wenn sie am Jagdstand, auf dem die geifernden Jäger_innen sitzen, vorbeilaufen, dann im vollen Galopp. Deshalb ist es gar nicht so leicht, sie zu treffen. Eine sehr hohe Anzahl an Tieren wird nur angeschossen. Bei einer einzelnen Gatterjagd in Kaumberg konnte der VGT dokumentieren, dass knapp 100 Wildschweine erschossen, aber 60 weitere nur angeschossen worden sind, d.h. 38 % der Tiere. Also sind 38 % der Schweine nach dieser Jagd verletzt irgendwo im Gebüsch gelegen oder durch das Gatter gekrochen, bevor sie in den nächsten Tagen unendlich qualvoll verstorben sind. Ähnlich läuft das bei jeder Gatterjagd ab. Tierschützer_innen filmten im Jagdgatter von Mensdorff-Pouilly einen angeschossenen kapitalen Wildschweineber. Das Tier ist sicher nur eines von vielen weiteren Opfern dieser Gatterjagd. Eigentlich würde die Gatterjagd ab 2023 im Burgenland Geschichte sein. Wenn da nicht das Vorhaben der SPÖ wäre, die Gatterjagd wieder zu erlauben. Damit solche Szenen im Burgenland für alle Zeiten alltäglich bleiben!

Das Video des angeschossenen Tieres:

VGT-Obmann Martin Balluch ist entsetzt: 5000 Euro zahlen die Perversen für den Abschuss eines solchen Tieres im Gatter. 5000 Euro, damit ihnen dieses Wesen vor die Flinte getrieben wird. Und wenn der Schuss daneben geht, na dann kommt die Treiberkolonne ein zweites Mal. Der Wildschweineber kann ja nicht durch den Zaun entkommen, er ist gezwungen, immer wieder an dem Menschen vorbei zu laufen, der für seinen Abschuss gezahlt hat. Bis der Schuss schließlich trifft. Aber in 38 % der Fälle ist das Tier nur verletzt. So wie in diesem Fall. Das arme Wesen hat sich mit einem Bauchschuss am Zaun entlang geschleppt. Bei Mensdorff-Pouilly werden keine Hunde im Gatter eingesetzt, vermutlich fürchtet man sich vor der Aujeszkyschen Krankheit. Die Folge ist aber, dass dieser Eber, wenn er nicht mehr weiter kann, irgendwo in einem Laubhaufen liegen wird. Und langsam zugrunde geht. Dank der SPÖ-Regierung, der dieses Tierleid offenbar vollkommen egal ist. Hauptsache der Altadel und Großgrundbesitz kann seine Abschusstaxen für das Ballern im Bordell einstreifen!

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