Teilen:

Schuss auf Tierschützer: Staatsanwaltschaft Eisenstadt stellt Ermittlungen ein

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.02.2021)

Gattendorf, 10.02.2021

Auch gegen den Jagdaufseher wurden die Ermittlungen eingestellt, der vorsätzlich gesetzwidrige Betretungsverbote öffentlicher Straßen aufgestellt hatte: Fortsetzungsantrag

Bei einer großen Treibjagd auf Feldhasen in Gattendorf, Nordburgenland am 7. November 2019 waren Tierschützer:innen anwesend, die von der öffentlichen Straße aus den Ablauf filmen wollten, um die Öffentlichkeit darüber zu informieren. In einem Rechtsstaat, würde man meinen, kein Problem. Doch ein Jäger sah sich veranlasst, aus etwa 150 m Distanz direkt über einen flüchtenden Feldhasen hinweg in die Richtung eines filmenden Tierschützers zu ballern. Der VGT erstattete Anzeige wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Der Vorfall ist einwandfrei auf Video festgehalten. Zusätzlich hat der Jagdaufseher dieser Jagdgesellschaft Tafeln mit Betretungsverboten öffentlicher Straßen einfach so auf jeder Zufahrt zur Treibjagd aufgestellt, obwohl es dafür keine rechtliche Grundlage gab. Selbst als er darauf aufmerksam gemacht wurde, hat er sein rechtswidriges Verhalten fortgesetzt und gemeint, er nehme die Beschwerde der Tierschützer:innen zur Kenntnis, werde aber nichts ändern. Auch dieses illegale Vorgehen war detailliert per Video dokumentiert worden. Der VGT erstattete Anzeige wegen Amtsmissbrauch. Nun hat die Staatsanwaltschaft Eisenstadt beide Verfahren mit der Bemerkung, es bestehe kein Grund zur Fortsetzung des Verfahrens, eingestellt.

In beiden Fällen hat der VGT nun Fortsetzungsanträge eingebracht!

VGT-Obmann Martin Balluch war damals vor Ort: Warum besteht kein Grund für Ermittlungen, wenn ein Schuss auf einen Tierschützer einwandfrei dokumentiert wurde? Warum kann ein Jagdaufseher ungestraft rechtswidrige Betretungstafeln aufstellen? Und nachdem er über die Rechtslage belehrt wurde, sie nicht nur nicht entfernen, sondern gleich die nächsten anderswo rechtswidrig aufstellen? Ist das ein Kavaliersdelikt? Oder sieht man der Jägerschaft solche ‚Fehler‘ nach, wenn sie gerade die Emotion packt, und sie unbedingt ungefilmt Feldhasen massakrieren wollen? Das Aufstellen der Tafeln war bewusst rechtswidrig. Die Polizei vor Ort hat auch nicht eingegriffen, als ich die Tafeln ignoriert habe. Wenn das nicht Missbrauch der Amtsgewalt ist, was dann? Die Staatsanwaltschaft hat auch niemanden der Tierschutzseite als Zeug:innen einvernommen. Ein derart einseitiges Vorgehen ist leider bei Jagdvorfällen die Regel, nicht die Ausnahme. Es wäre Zeit, dass auch bei der Jagd der Rechtsstaat durchgreift und diesen Menschen klar macht, dass sie nicht über dem Gesetz stehen!

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.