Teilen:

Schlachthof-Prozess: Gammelfleisch von kranken Tieren!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.03.2021)

Graz, 05.03.2021

Prozess vertagt – VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN mahnt, den Tierschutz nicht zu vergessen!

Das Verfahren gegen den ehemaligen Betreiber des steirischen Schlachthofs, der bereits mehrfach wegen Tierschutzübertretungen vom VGT angezeigt wurde, sollte am heutigen Freitag abgeschlossen werden. Aufgrund zahlreicher neuer Zeug:innen-Ladungen wurde der Prozess auf unbestimmte Zeit vertagt. Es fiel heute kein Urteil.

Die Aussagen der ehemaligen Mitarbeiter:innen, die teilweise als Mitbeschuldigte geführt werden, und der ehemaligen Fleischbeschau-Tierärzt:innen, die im Schlachthof für die Kontrollen zuständig waren, warfen ein erschreckendes Bild auf die jahrelange Praxis im Schlachthof. Der VGT berichtete.

Genussuntauglich = krankes Tier

Ein Aspekt wurde dabei bisher jedoch völlig vernachlässigt. Jedes Tier, das als genussuntauglich eingestuft wird, hat gelitten. Sie werden aufgrund von Abszessen, Entzündungen, Eiterbeulen und anderen schweren Erkrankungen oder Verletzungen aussortiert, schildert VGT-Aktivistin Lena Remich. Ein Zeuge berichtete von aussortierten Fleischstücken, an denen das Eiter herunterrann. Wie furchtbar muss das Tier gelitten haben, bevor es getötet und zerlegt wurde?

Eiterbeulen, Abszesse und andere Erkrankungen sind in der Schweinehaltung häufig anzufinden. In einer Auswertung des VGT aus dem Jahr 2019 zeigte sich, dass von den 3.777 untersuchten Schlachtschweinen im Mittel jedes einzelne Schwein mindestens eine Erkrankung oder Verletzung hatte. Schweine leiden in Österreich unter der vorherrschenden schrecklichen Haltung auf Vollspaltenböden, die die Entwicklung von Schleimbeutel- und Lungenentzündungen stark begünstigt.

Diese Tiere leiden nicht nur unter der artwidrigen Haltung selbst – indem sie wichtige Verhaltensweisen, wie z.B. dem Wühlen, nicht nachgehen können – sie leiden auch unter den Erkrankungen und Verletzungen in dieser Haltungsform, erklärt Lena Remich.

Schweine mit großflächigen Abszessen oder anderen schweren Erkrankungen werden in den Schlachthöfen als „genussuntauglich“ aussortiert. Die toten Tiere landen dann zur Entsorgung in der Tierkörperverwertung. Der Vorwurf im laufenden Prozess: Fleisch dieser aussortierten „TKV-Schweine“ soll im Betrieb über Jahre unter das restliche Fleisch zum Verkauf gemischt worden sein.

Unabhängig davon, was mit dem Fleisch der Tiere passiert ist, steckt hinter jedem Abszess und jeder Krankheit ein Tier, das gelitten hat. Diese Schweine sind keine Zahlen in einer Statistik, sondern fühlende Lebewesen, die Schmerz und Leid empfunden haben. Die Art, wie diese Tiere in Österreich gehalten werden und wie mit ihnen umgegangen wird, ist unentschuldbar, so Lena Remich abschließend.

Der VGT wird den Prozess weiterhin verfolgen und pocht auf tiefgreifende Verbesserungen im Tierhaltungs- und Kontrollsystem.

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!

01.06.2026, Baden

Erstes Pflanzenmilchfest in Baden macht Lust auf mehr

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, fand am Hauptplatz in Baden bei Wien das erste Pflanzenmilchfest statt.

01.06.2026, Wien

Heute jährt sich zum 1. Mal Fehlentscheidung Regierung Schweine-Vollspaltenboden

Die echte Ablauffrist für den Vollspaltenboden bis 2040 bzw. 23 Jahre wurde abgeschafft, stattdessen ein Vollspaltenboden Neu als neuer Mindeststandard ab 2034/2038 installiert!

28.05.2026, Wien

Nachruf für den Tierrechtspionier Helmut F. Kaplan

Verfasst von DDr. Martin Balluch.