Teilen:

Grunzi Tour in Wien: 5 m Schwein fordert Vollspaltenbodenverbot von Politik

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (29.04.2021)

Wien, 29.04.2021

Bundeskanzleramt, Landwirtschaftskammer, Landwirtschaftsministerium, Tierschutzministerium und ÖVP Bundeszentrale waren die Stationen.

Ganz Österreich erwartet sich von der Bundesregierung ein Verbot der Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden, kombiniert mit einer verpflichtenden tiefen Stroheinstreu und ausreichend Platz, damit die Schweine nebeneinander im Stroh liegen können. Das ist jedenfalls nicht nur einer Gallup-Umfrage, sondern auch den zahlreichen Medienberichten zu entnehmen, vom Falter bis zur Ganzen Woche. Diese Forderung wurde heute auch vom VGT mit einer Tour der besonderen Art unterstützt. Ein 5 m großes Kunstschwein, genannt Grunzi, protestierte vor dem Bundeskanzleramt, dann vor der Landwirtschaftskammer und dem Landwirtschaftsministerium, und schließlich auch vor dem Tierschutzministerium und der ÖVP-Bundeszentrale. Man hört, dass die ÖVP die so dringend notwendige Novelle der Haltungsverordnung von Schweinen in den Herbst verschieben will. Und das, obwohl selbst der Chef der Schweinebörse im neuen Falter Podcast ankündigt, dass die AMA in wenigen Jahren nur noch Schweinebetriebe ohne Vollspaltenboden zertifizieren will. Wenn das tatsächlich kommt, dann muss die Politik sofort handeln, um diesen Umstieg zu schaffen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Es muss allen, außer den völlig realitätsfernen Betonköpfen, klar sein, dass die Zeit der großen Tierfabriken mit Schweinen auf Vollspaltenboden zuende geht. Dieser Umgang mit Tieren ist in der Öffentlichkeit einfach nicht mehr vertretbar. Und deshalb muss die Bundesregierung jetzt handeln, um die Kurve zu kratzen und den Wandel hin zur Strohhaltung auf den Weg zu bringen. Nur wenn es ein gesetzliches Verbot mit entsprechender Übergangsfrist gibt, wird sich etwas bewegen. Das haben wir beim Legebatterieverbot gelernt und das sollten wir daher auch beim Verbot des Vollspaltenbodens beherzigen!

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht

28.01.2026, Wien

VGT veröffentlicht Lachs-Tierschutzbericht: Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht „Tierleid im Lachsfleisch“ betrachtet das Geschäft mit Lachsfleisch in Österreich aus der Perspektive des Tierschutzes.

27.01.2026, Wien

Lauter, emotionaler Protest gegen die Jagd vor der Wiener Hofburg zum Jägerball

Das 42. Mal seit 1983 nutzten Tierschützer:innen den Ball trotz illegaler „Platzhalterdemo“ mit viel Energie, um die zahlreichen Missstände bei der Jagd zu kritisieren