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Deutschland weit vor Österreich in der Mastschweinehaltung – Protest zur Parlamentssitzung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.05.2021)

Wien, 17.05.2021

Deutschland seit 2019 Aktionsplan gegen Schwanzkupieren, seit 2021 Kastration mit Betäubung, geplante Großgruppenställe mit Stroheinstreu – und Österreich hinkt weit hinten nach!

Deutschland wird von der Schweineindustrie in Österreich immer als die große Konkurrenz bezeichnet. Würde man in Österreich den Vollspaltenboden verbieten, dann kämen die Schweine vom nördlichen Nachbarn. Doch wieder einmal, wie so oft in der Propaganda der Schweineindustrie, ist das Gegenteil der Fall. In Deutschland hat man seit 2019 einen Aktionsplan gegen das Kupieren der Schwänze bei Mastschweinen, während in Österreich gesetzwidrig routinemäßig kupiert wird, 95 % (!) der Tiere! In Deutschland wurde mit Anfang 2021 das betäubungslose Kastrieren der männlichen Ferkel verboten, in Österreich verabreicht man lediglich ein Aspirin-artiges harmloses Schmerzmittel, das den Akutschmerz überhaupt nicht dämpft. In Deutschland entwickelt man Großgruppen-Tierwohlställe mit tiefer Stroheinstreu, doppeltem Platz und Auslauf, während sich in Österreich die ÖVP-Landwirtschaftsministerin und die Schweineindustrie jeder Diskussion über Innovation verschließen. Selbst die Präsidentin der OÖ Landwirtschaftskammer hat nach dem Antrag der Grünen im OÖ Landtag, den Vollspaltenboden abzuschaffen, Gesprächsbereitschaft signalisiert. Nur die Betonköpfe der Bundes-ÖVP verhalten sich wie ewiggestrige Autokrat:innen, für die die Berücksichtigung von Forderungen aus der Bevölkerung unter ihrer Würde ist. Deshalb protestierte heute der VGT trotz Regens vor dem Schweizer Tor in der Wiener Hofburg gegen den Vollspaltenboden, da dort eine Sitzung des Nationalrats bevorstand. Insbesondere der SPÖ-Parlamentsklub, allen voran Jan Krainer, unterstützten das Anliegen der Tierschützer:innen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, bleibt zurück. Die Haltung von Mastschweinen in Österreich ist am absoluten EU-Minimum und selbst das große Deutschland zieht uns davon. Statt mitzuziehen und über ein Verbot des Vollspaltenbodens zu diskutieren, freut man sich offensichtlich im Landwirtschaftsministerium und in der Schweineindustrie, dass beim nördlichen Nachbarn Tierwohl-Schritte gesetzt werden, weil dadurch die Exportmöglichkeit österreichischer Billig-Schweine lockt. Österreich unterläuft damit die Bemühungen für Tierschutz in anderen Ländern, ganz konträr zum Willen der Bevölkerung und zur Staatszielbestimmung Tierschutz. Wir werden dieses Faktum bei der nächsten Landtagswahl im September in OÖ sehr breit thematisieren.


Pressefotos frei zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

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