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VGT übergibt Tierschutzminister Mückstein Petition mit 16.220 Stimmen für den Wolf

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (28.06.2021)

Wien, 28.06.2021

Begleitet von Mag. Christian Pichler vom WWF und Dr. Hans Frey von der AG Wildtiere wurden von VGT-Obmann DDr. Martin Balluch Argumente für Wolfsschutz präsentiert

Dem Gegröle einer lautstarken Minderheit in Tirol zum Trotz sieht die schweigende Mehrheit in Österreich die Wiedereinwanderung durch den Wolf positiv, wie nicht nur eine repräsentative Umfrage des WWF bestätigt, sondern auch die VGT-Petition für den Wolfsschutz. In den Landesregierungen wird bis in die höchsten Kreise offen vom illegalen Abschuss von Wölfen geschwärmt. Und der betrifft in Österreich geschätzte 15-20 Individuen pro Jahr, ansonsten müsste es auch in Österreich, wie in allen Nachbarländern auch, längst viel mehr Wölfe geben. Wenn Abgeordnete in Landtagen oder Jäger und Jägerinnen den illegalen Abschuss von Wölfen als lustiges Kavaliersdelikt sehen, so stellen sich diese Personen damit außerhalb des Rechts, betont VGT-Obmann Balluch. Beutegreifer sind ein ganz zentraler Teil des Ökosystems. Sie zu bejagen und nachgerade mit Hass zu verfolgen, zeugt von einer totalen Ahnungslosigkeit und großen Naturferne dieser Menschen.

Experte Dr. Hans Frey, der auch die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee leitet, berichtete von zahlreichen Fällen, in denen Jäger:innen Greifvögel und sogar brütende Kaiseradler abgeknallt haben. WWF-Wolfsexperte Christian Pichler präsentierte Minister Mückstein die möglichen Herdenschutzmaßnahmen und nannte die Schweiz als positives Beispiel. VGT-Obmann Balluch: Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. In vielen Ländern um Österreich herum hat es immer Wölfe gegeben und auch dort stehen Schafe auf der Weide, wie z.B. Spanien, Italien, Slowenien, die Slowakei, Kroatien, Rumänien und Griechenland. Faktum ist, dass in Österreich pro Jahr bis zu 10 % der Schafe auf den Almen an Wetterunbill oder Krankheiten sterben, aber weniger als 1 Promille der Schafe wird von Wölfen gerissen.

Selbst Minister Mückstein musste den Kopf schütteln, als er hörte, dass die Kompensationszahlungen für von Wölfen gerissene Schafe nur um die 100.000 Euro pro Jahr ausmachen. Er nahm die Petition wohlwollend entgegen und versprach, sich von seinem Ressort aus für den Wolfsschutz einzusetzen.


Pressefotos frei zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

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