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Scheitert anvisierte Hitzefrei-Lösung für Fiaker an kindischem Polit-Hickhack?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (03.09.2021)

Wien, 03.09.2021

VGT erinnert Tierschutzminister Mückstein und Stadtrat Jürgen Czernohorszky an ihr Versprechen.

Pferde brauchen Hitzefrei ab 30 Grad. Das haben vor wenigen Wochen sowohl der im Bund zuständige Tierschutzminister Wolfgang Mückstein, als auch der für Tierschutz in Wien verantwortliche Stadtrat Jürgen Czernohorszky eingestanden. Dem ging die jahrelange Arbeit des VGT voraus.

Obwohl die zuständigen Politiker endlich anerkennen, dass Fiakerpferde spätestens bei 30 Grad hitzefrei brauchen, droht nun auf den den letzten Metern die lange erwartete Lösung an politischen Spielchen zwischen SPÖ und Grünen, zwischen Bund und Stadt Wien, zu scheitern.

Das ist aus Sicht des Tierschutzes nicht nachzuvollziehbar. Zwei zuständige Politiker stimmen überein, dass sofort etwas geschehen muss und können sich dann nicht einigen, wer es nun umsetzt. Geht es um die Verteilung der politischen Lorbeeren? Oder warum sind beide auf einmal nicht bereit, über ihren Schatten zu springen und ihre eigenen Forderungen umzusetzen? Zuerst von offizieller Seite Handlungsbedarf konstatieren, Lösungen fordern und dann kein Interesse an einer Umsetzung zu zeigen, lässt Tierschützer:innen an den ehrlichen Motiven, tatsächlich etwas ändern zu wollen, zweifeln.

VGT-Fiaker-Kampaigner Thomas Seewald fordert daher: Wir erwarten uns noch diesen Herbst eine Klärung der Zuständigkeit und die Umsetzung der dringendsten Maßnahmen wie eine Hitzefrei-Regel ab 30° und eine Verkürzung der Arbeitszeiten, bevor die Fiakerpferde noch eine weitere Saison sinnlos unter der Untätigkeit der politischen Verantwortlichen leiden müssen.

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