Teilen:

Der Platz für ein 110 kg Schwein in Ausstellung im Wr. Museumsquartier veranschaulicht

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (21.01.2022)

Wien, 21.01.2022

Laut Verordnung zur Schweinehaltung muss man einem Schwein mit 110 kg nur 0,7 m² Platz bieten, mit Betonspalten und ohne Frischluft, Sonne, Stroh oder Strukturierung

Der VGT veröffentlicht regelmäßig ganz aktuelle Fotos und Videos aus österreichischen Schweinefabriken. Und ebenso regelmäßig wird von der Tierindustrie bestritten, dass diese Aufnahmen die Realität zeigen. Vermutlich hätten die Tierschützer:innen, so wird absichtlich vage gemutmaßt, die Schweine für das Foto zusammengedrängt. Doch ein Blick in die Verordnung zur Schweinehaltung bestätigt die unfassbare Enge, die wir den Schweinen zumuten: 0,7 m² für ein 110 kg Schwein. Der Künstler Raffael Strasser hat dieses Platzangebot in seiner Ausstellung „Nutztier“ im Wiener Museumsquartier anschaulich gemacht. Eine Bodenplatte hat exakt genau diese Größe. Jeder Mensch kann sich also darauf stellen, und erahnen, was für eine furchtbare Qual den Schweinen in Österreich zugemutet wird. Ein echter Skandal. Kleiner könnte der Platz gar nicht mehr sein, weil ein 110 kg Schwein physisch bereits diesen Platz ausfüllt – noch bevor es auch nur einen Schritt gegangen ist oder auch seitlich liegt! Und dazu kommt, dass in der Praxis in Österreich dieser Platz mit scharfkantigen Betonspalten durchzogen ist und die Tiere weder Frischluft noch Sonnenlicht oder Stroh erhalten. Die Buchten sind auch völlig monoton ohne jede Strukturierung!

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Unglaublich, wie wenig Platz unsere Schweine bekommen. Aber halt, die Regierung hat doch ein revolutionäres Konzept für die neue Schweinehaltung ausbaldowert, das ab 2023 für alle Neu- und Umbauten gelten muss. Da haben die 110 kg Schweine sage und schreibe 0,1 m² mehr Platz, also 0,8 m² gesamt. Wahnsinn, das sind ja 1,6 A4-Seiten! Platz genug für einen zusätzlichen Schweinefuß! Da hat sich aber die Schweineindustrie weit hinaus gelehnt, dass sie so weitreichende Änderungen für Neu- und Umbauten akzeptiert hat. Muss ja Unsummen kosten, dieses großzügige Platzangebot für eine wirklich artgerechte Tierhaltung!

Pressefotos (Copyright: Benjamin Hofmann)

30.12.2025, Linz

OÖ: VGT bringt 12 Anzeigen gegen in flagranti erwischte Singvogelfänger ein

Übertretungen der OÖ Artenschutzverordnung, des Tierschutzgesetzes und der EU Tiertransportverordnung: zu viele Lockvögel, Beifang, Transport in Käfigen im Rucksack

24.12.2025, Wien

Fische sind Freunde, kein Essen

Stiller VGT-Protest für Fische, deren Stimmen nicht gehört werden

23.12.2025, Wien

Fiakerfahrer nach Angriff auf Tierschützer verurteilt

Ein Fiakerfahrer wurde am Bezirksgericht Wien Innere Stadt schuldig gesprochen, einen Aktivisten im August körperlich verletzt zu haben.

23.12.2025, St. Pölten

NÖ Landesverwaltungsgericht: ÖVP „Platzhaltedemos“ sind nicht rechtskonform

Richterin erklärt Auflösung einer Tierschutz-Versammlung gegen den Vollspaltenboden durch die Behörde in Wr. Neustadt vor dem ÖVP-Bundesparteitag für rechtswidrig

22.12.2025, Wien

Schlimmste Tierquälerei an Karpfen vor Weihnachten

VGT-Recherche zeigt, wie Karpfen minutenlang schwerstem Leid ausgesetzt werden; Betäubungen erfolgen nicht fachgerecht; mehrere Fischverkaufsstände in Wien wurden angezeigt.

18.12.2025, Wien

VGT zu Totschnig: wenn wir "Nutztieren" so viel verdanken, müssen wir sie gut halten

Landwirtschaftsminister hat Studie mit Wertschöpfung aus Nutztierhaltung präsentiert – dieser Profit verpflichtet moralisch dazu, den Tieren etwas zurück zu geben: Vollspaltenverbot!

18.12.2025, Wien

Wie geht es den Tieren auf Weihnachtsmärkten?

Weihnachtsmärkte sollen für Besinnlichkeit und die Vorfreude auf Weihnachten stehen – leider jedoch häufig auf Kosten des Tierwohls! Der VGT klärt über die rechtliche Lage auf.

18.12.2025, Graz

Jäger beschuldigen Tierschützer fälschlich: heute Freispruch am Grazer Straflandesgericht

Um potenziell rechtswidrige Entenjagd zu dokumentieren, fuhr Tierschützer in Jagdgebiet und wurde von der Jagdgesellschaft blockiert – Vorwurf der Nötigung gegen den Tierschützer