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Ossiachersee, am 11.06.2022

VGT-Demo zum Kärntner ÖVP-Landesparteitag: Schweine Vollspaltenverbot jetzt!

Trotz katastrophaler Umfragewerte weigert sich die ÖVP weiterhin gegen jede Vernunft und gegen den Willen von über 90 % der Bürger:innen den Schweinen endlich Stroh zu bieten.

Die Begutachtungsfrist zur Reform zum Tierschutzgesetz ist vorbei. Jetzt geht es ums Eingemachte, um die endgültige Entscheidung für ein Verbot des einstreulosen Schweinevollspaltenbodens. Die Verhandlungen darüber stehen Spitz auf Knopf. Die Position des VGT ist ganz klar: es muss ein Datum geben, ab dem jeder Schweinebetrieb in Österreich auf Mehrflächenbuchten mit tief eingestreuter Liegefläche umgestellt hat, auf der alle Schweine gleichzeitig nebeneinander Platz finden. Nur dann ist die Lebensqualität der Tiere wirklich verbessert, nur dann ist es möglich, das von der EU als Missstand in Österreich festgestellte routinemäßige Schwanzkupieren zu beenden. Doch trotz katastrophaler Umfragewerte und einem abzusehenden Totalabsturz der ÖVP bei der nächsten Nationalratswahl, hält die Partei starr an ihrer Klientelpolitik für die winzige Minderheit der Tierfabriksbetreiber:innen mit ihrer tierfeindlichen Position fest.

Deshalb protestiert der VGT heute einmal mehr vor einem ÖVP-Landesparteitag, diesmal am Ossiachersee in Kärnten. Die Teilnehmer:innen an der ÖVP-Veranstaltung wurden mit dem neuen Logo Österreichische Vollspaltenboden Partei und Transparenten wie ÖVP, wann kommt endlich das Vollspaltenbodenverbot? begrüßt. Außer einer ÖVP-Biobäuerin, die den VGT aufforderte, Werbung für Bio-Tierprodukte zu machen, hat sich niemand von dieser Partei dem Gespräch mit dem VGT gestellt.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Die ÖVP ist offensichtlich nicht in der Lage, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Wieviel Korruption und ‚Huren der Reichen‘-Verhalten müssen die SMS der ÖVP-Granden noch ans Tageslicht spülen, bis man dort endlich anständig zu werden gedenkt? Vielleicht ist auch die Kopflosigkeit der ÖVP dafür verantwortlich, dass niemand das Ruder übernimmt und zum Tierschutzgesetz ein Machtwort spricht. Wenn der ÖVP vielleicht die Wahlen zu weit in der Zukunft liegen, als dass sie in der Lage wäre, einen Bezug zu ihrem Verhalten heute herzustellen, so wird sie spätestens die Verfassungsklage der SPÖ-Burgenland gegen den Schweine-Vollspaltenboden rüde erwecken. Diese muss nämlich noch heuer verhandelt werden. Und dass der Verfassungsgerichtshof meint, ein einstreuloser Vollspaltenboden mit 0,55 m² pro 85 kg Schwein entspräche den Bedürfnissen der Schweine, verursache keine Schmerzen und Schäden und wäre ein physisch angenehmer Boden, kann selbst der verbohrteste Betonkopf in der ÖVP nicht ernsthaft erwarten!

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