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Wien, am 25.08.2022

FAQ Labormäuse retten

Wer Labormäusen ein schönes Leben ermöglichen möchte, muss sich vorbereiten, um diese Aufgabe auch verantwortungsvoll durchführen zu können. Nur so kann den kleinen Schützlingen ein gutes Leben geboten werden.

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN sucht in Zusammenarbeit mit dem Verein MySecondLife Plätze für Labortiere. Vor allem Labormäuse werden laufend getötet, weil sich nicht genug Plätze finden lassen. Du möchtest helfen? Dann findest du hier einige FAQs. Wenn du noch mehr wissen möchtest oder Labortiere aufnehmen kannst, schreib uns eine E-Mail an labortiere (ät) vgt.at

Bitte frage auch unbedingt in deinem Umfeld nach, teile es auf Social Media und hilf mit, diesen wundervollen Tieren das Leben zu retten!

Warum Labormäuse retten?

Im Jahr 2020 wurden lt. Tierversuchsstatistik an 168.995 Mäusen Tierversuche durchgeführt. 168.995 Individuen, jedes einzelne Tier eine andere Persönlichkeit. Die Zahl ist für Menschen kaum vorstellbar, doch wir haben die Möglichkeit zumindest einzelnen Tieren ein Leben außerhalb des Larbors zu ermöglichen.

Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.

Wo sind die Labormäuse?

Die Labormäuse befinden sich in einem Labor in Wien, wo sie auch abgeholt werden müssen. Ein Transport ist grundsätzlich möglich.

Die Rattenhilfe Süd übernimmt auch immer wieder Tiere auf ihre Pflegestellen in Deutschland und vermittelt deutschlandweit weiter.

Wie unterscheiden sich Labormäuse von anderen Farbmäusen?

Die Labormäuse werden in dem Labor unter sterilen Bedingungen gehalten. Das hat zwar einerseits den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit für Parasiten sehr, sehr viel kleiner als bei anderen Tieren ist, aber leider haben sie dadurch auch ein schlechteres Immunsystem, das sie erst langsam aufbauen müssen. Vergesellschaftet man sie dann zu schnell mit anderen Mäusen oder setzt sie anderen Krankheiten aus, kann das leider zu einem schlimmen Krankheitsverlauf führen. Gibt man den Mäusen aber Zeit, anzukommen, klappt das meist ganz gut.

Was kosten die Labormäuse?

Die Mäuse werden vom Verein MySecondLife vermittelt. Dabei wird ein Schutzvertrag unterschrieben, der dem Schutz der Mäuse dient. Dieser ist auch online abrufbar.

Artgerechte Plätze müssen nichts für die Mäuse zahlen. Auch die Kastration der männlichen Mäuse muss nicht gezahlt werden. Der Verein freut sich aber natürlich immer über Spenden.

Werden die Mäuse nicht selbst aus dem Labor abgeholt, werden eventuell Transportkosten fällig. Diese machen wir uns natürlich aber vorab aus. Werden Tiere nicht von MySecondLife sondern in Deutschland bei der Rattenhilfe Süd übernommen, ist eventuell eine Schutzgebühr an die Pflegestelle zu zahlen.

Was muss ich tun, um Labormäuse aufnehmen zu können?

Bitte informiere dich vorab gut, ob Farbmäuse die richtigen Tiere für dich sind und ob du gut für sie sorgen kannst. Eine Rückgabe ans Labor oder an uns ist nicht möglich!

Schicke uns bitte ein Foto von deinem Gehege, sowie von deinem artgerechten Futter. Sag uns auch, wie viele Mäuse du aufnehmen möchtest und ob weiß, braun oder schwarz und wie viele männlich kastriert oder weiblich sein sollen. Wenn alles geklärt ist, geben wir deinen Kontakt ans Labor weiter und ihr macht euch einen Termin für die Abholung aus. Ein Transport ist grundsätzlich möglich. Auch darüber können wir per E-Mail sprechen.

Welches Gehege ist geeignet?

Mäusegehege

  • Das Mindestmaß für 4-6 Farbmäuse ist 100 x 50 cm (Länge x Breite) auf mindestens 2 Ebenen.
  • Die Streukante muss 30 cm Einstreu zulassen.
  • Belüftung muss von mindestens 2 Seiten kommen.

Eine gute Übersicht über verschiedene Gehegearten findet ihr auf der Mäuseasyl Webseite.

Wo kann ich ein gutes Gehege kaufen?

Die Auswahl ist leider recht bescheiden, aber es gibt doch ein paar Gehege am Markt, die für eine gute Farbmaushaltung geeignet sind. Allerdings gibt es da schon auch Luft nach oben. Also wer handwerklich ein bisschen begabt ist, kann mit einem Eigenbau auch ein echtes Mäuseparadies schaffen.

Dehner hat jetzt ganz neu ein Gehege mit den Mindestanforderungen. Wer nicht selbst bauen oder umbauen möchte, findet damit ein ganz brauchbares Zuhause für die Mäuse. Nur Vorsicht! Es gibt zwei verschiedene Varianten. Groß genug ist nur das Dehner Nagerheim Glas Palast 120. Das 100er ist unterm Mindestmaß und damit nicht artgerecht.

Bei Kölle Zoo gibt es das Skyline Nagarium Figo 120 (114 x 55 x 70 cm) um € 229,99 und das More for Nagarium Deluxe (105 x 60 x 69 cm) um € 219,99. Soweit uns bekannt ist, sind leider alle anderen dort erhältlichen Gehege nicht artgerecht für Mäuse.

Das More for Nagarium Deluxe ist auch bei Fressnapf online bestellbar. Vorsicht auch bei Fressnapf sind uns leider keine sonstigen artgerechten Gehege bekannt.

Eine günstigere und relativ einfache Methode, um an ein tolles Gehege zu kommen, ist der Umbau eines OSB-Terrariums. Die gibt es fast in jeder Größe online zu erwerben (Mindestmaß von 100 x 50 x 50 cm beachten!). Allerdings braucht es noch ein paar Schritte, um es für die Mäuse umzubauen:

Schritt eins ist die Belüftung: Dafür sägen wir mit einer Stichsäge sowohl oben als auch auf mindestens einer zusätzlichen Seite im oberen Bereich (damit noch 30 cm Streu Platz hat) eine Fläche aus und montieren 8mm Draht.

Schritt zwei ist die Behandlung des Holzes, damit es dem Urin standhalten kann. Dafür geeignet sind einige Schichten unbedenklicher Spielzeuglack, man fliest es mit Fliesen und ungiftigem Silikon oder man klebt mit wasserlöslichem Kleber (z.B. Ponal) Plexiglasscheiben an.

Bei vielen OSB-Terrarien ist die Streukante auch zu niedrig, wodurch man nicht 30cm einstreuen kann, was bei den buddelfreudigen Labormäusen aber auf jeden Fall wichtig wäre. Da gibt es auch eine einfache Lösung und zwar montieren wir einfach vorne noch eine Plexiglasscheibe. Die kann man sich im Baumarkt auch schon auf die richtige Größe zuschneiden lassen.

Schon ist das Mäuseheim fertig!

Andere Gehegearten und Bauweisen finden sich auf der Mäuseasyl Webseite.

Welche Einstreu ist geeignet?

Einstreu

Am besten geeignet ist Pferdeeinstreu, wie z.B. Equipower oder Allspan Classic, da diese staubarm ist und die Gänge sehr gut halten, wenn man beim Einstreuen alle 5 cm festdrückt. Auch in Ordnung sind Weichholzspäne aus der Tierhandlung, z.B. das Chipsi Classic.

Nicht geeignet als alleinige Einstreu sind Hanfeinstreu, Stroh, Heu, Kokoshumus, Buchenspäne oder Safe Bed.

Was gehört ins Gehege?

Ausstattung

  • Verstecke, z.B. Keramikverstecke, Mehrkammernhäuser, Korkröhren, ausgehöhlte Kokosnüsse, Weidenbrücken, Dübelverstecke oder Selbstgebasteltes. Keine Holzverstecke aus der Tierhandlung, da diese genagelt sind! Tolle Verstecke gibt es online z.B. bei Getzoo, Rodipet, Knastladen,
  • Klettermöglichkeiten, z.B. Äste von unbehandelten Obstbäumen, Wurzeln, Reben oder Seile
  • Laufrad mit einer durchgängigen Lauffläche und mindestens ! 28 cm Innendurchmesser.
  • Nistmaterial, z.B. Kapok, unparfümiertes Klopapier, Safe Bed. Keine Hamsterwatte!
  • Mehrere Wasserschüsseln
  • Erlebnisfutter z.B. von der Futterkrämerei oder Mixerama

Vorsicht auf die Fallhöhe! Diese darf nirgends über 30 cm betragen!

Was essen Labormäuse?

Nahrung

Im Labor bekommen die Mäuse Pellets – quasi geschmacklose, braune Pampe mit künstlich zugesetzten Nährstoffen. An Frischfutter müssen sie deshalb langsam gewöhnt werden und nicht zu viel auf ein Mal geben, da sie sonst Blähungen oder Durchfall bekommen. Artgerechtes, ausgewogenes Hauptfutter ist leider fast nur online erhältlich, da in Tierhandlungen sehr oft billige Zusätze dabei sind. Gutes Futter bekommt man bei der Futterkrämerei oder Mixerama. Dort gibt es auch Erlebnisfutter, das auch eine tolle Beschäftigung für die Mäuse darstellt.

Wie viele Labormäuse soll ich aufnehmen?

Mäuse dicht bei einander

Labormäuse sind, so wie alle Farbmäuse, äußerst sozial und sollten nicht in Gruppen mit weniger als 4 Mäusen gehalten werden. Spätestens dann muss vergesellschaftet werden. Wichtig ist auch, dass wenn man mit der Haltung aufhören möchte, die Gruppe nicht aussterben lassen darf. Das wäre Tierquälerei, da die Mäuse auch im Alter unbedingt andere Mäuse brauchen. Lieber früh genug nach einem neuen Zuhause suchen beginnen.

Wir empfehlen für neue Halter:innen, mit 6 Mäusen zu beginnen. Selbstverständlich kannst du auch eine größere Gruppe aufnehmen. Nach obenhin ist es nur beschränkt durch die Größe deines Geheges.

Suchen auch andere Labortiere Plätze?

Ja! Vor allem auch Ratten, aber auch Meerschweinchen und Kaninchen können immer wieder dem Leben im Labor entfliehen, sofern sie Plätze finden. 

Gerne kannst du dich diesbezüglich an uns wenden und wir geben den Kontakt an die Pflegestellen weiter, die sich für diese Tierarten einsetzen. 

 

Durch die vielen Fehlinformationen in Tierhandlungen und im Internet, die fehlende Möglichkeit offline an artgerechte Einrichtung zu kommen und die schiere Masse an Informationen, wie ein artgerechtes Gehege aussieht, ist es manchmal nicht einfach, sich zu trauen und Mäusen ein Zuhause zu geben. Wir möchten aber unbedingt helfen, und bieten deswegen auch individuelle Hilfe und Beratung für ein artgerechtes Gehege an! Gerade bevor viel Geld für etwas Falsches in die Hand genommen wird, ist es ratsam sich eine zweite Meinung zu holen. Schickt uns gerne Fotos von euren Gehegen und wir helfen euch, ein tolles und abwechslungsreiches Zuhause für die Labormäuse zu erschaffen!

Einfach formlos eine E-Mail an labortiere (ät) vgt.at schreiben!

Danke, dass du den Tieren eine Chance auf ein glückliches Leben gibst!

Deine Privatsphäre ist uns wichtig!

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