Teilen:

Tierschutz-Erfolg: Lettland verbietet Pelzfarmen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.09.2022)

Lettland/EU, 23.09.2022

Nach 10 Jahre langer Tierschutz-Kampage stimmte das lettische Parlament mit deutlicher Mehrheit für die Schließung aller Pelzfarmen. Die Initiative für ein pelzfreies Europa möchte diesen Erfolg jetzt auf die gesamte Europäische Union ausweiten 

Am Donnerstag hat das lettische Parlament, die Saeima, in der letzten und entscheidenden Abstimmung mit 70 von 100 Stimmen ein vollständiges Verbot der Pelztierzucht in Lettland unterstützt, das am 1.1. 2028 in Kraft treten wird. In den letzten 10 Jahren hat sich die lettische  Tierschutzorganisation "Dzīvnieku brīvība" ( Freiheit für Tiere) für ein Verbot der Pelztierzucht eingesetzt, unterstützt von 42.000 Menschen und 50 Nichtregierungsorganisationen, die alle einen offenen Brief an das lettische Parlament unterzeichnet haben.

Derzeit werden in Lettland jedes Jahr mindestens 300.000 Nerze sowie mehrere hundert Füchse und Chinchillas für ihren Pelz getötet. Die Zahl der in Lettland betriebenen Pelztierfarmen und die Zahl der dort gezüchteten Tiere ist in den letzten Jahren starrk zurückgegangen. So betrug die Gesamtzahl der Tiere in lettischen Pelztierfarmen im Jahr 2017 617.000, im Jahr 2020 - 580.000 und im Jahr 2022 - 274.000 Tiere. Am 1.1.2028 werden alle diese Farmen endgültig schließen.

Dies ist ein historischer Moment für Tierrechte in Lettland - ein großer Sieg für die Tiere und die Menschen, kommentiert Katrīna Krīgere, Leiterin des lettischen Tierschutzvereins "Dzīvnieku Brīvība" ( Freiheit für Tiere) . Durch das Verbot des Einsperrens und Tötens von Tieren wegen ihres Fells bekräftigen wir, die Menschen in Lettland, unsere Werte und unseren Respekt für Tiere als Lebewesen. Wir zeigen, dass in unserem Land Mitgefühl und Vernunft wichtiger sind als Habgier und Prahlerei. Schließlich ist unsere Haltung gegenüber den Schwachen - den Tieren - ein Spiegel unserer eigenen Menschlichkeit.

Jetzt unterzeichnen!

Georg Prinz vom VGT ist ebenfalls hocherfreut: Ich beobachte den Einsatz unserer lettischen Kolleg:innen gegen diese grausame Pelzindustrie seit Jahren. In einem Land ohne große NGO- und Tierschutztradition, haben sie es geschafft, einer Industrie, die davon lebt, jedes Jahr hunderttausende Tiere zu töten, einen Riegel vorzuschieben. Heute ist ein Freudentag für die internationale Tierschutzbewegung. Leider dürfen auch nach dem Pelzfarmverbot weiterhin Pelze aus anderen Ländern importiert werden, sowohl in Lettland als auch in Österreich. Deshalb unterstützen wir die Europäische Bürger:inneninitative "Fur Free Europe" - Für ein pelzfreies Europa, damit wir bald nicht nur ein pelzfreies Lettland, sondern auch ein Pelzfreies Europa feiern können.

Zur EU Bürger:innen-Initiative: pelzfrei.vgt.at

01.09.2026, Wien

VGT-Anti-Pelzdemo in Wien – Tierleid ist keine Mode!

Wir gehen in einem großen Demozug durch Wiens Einkaufstraßen und rufen laut :"Unser Protest geht weiter, bis alle Pelzfarmen leer sind!"

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden

28.08.2026, Wien

Einladung zu Demozug gegen qualvolle Tiertransporte am 29. August 2026

VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See

27.08.2026, St. Pölten-Land

VGT lädt zu Demozug Protest vor Mastbetrieb

Desaströse Haltungsbedingungen, gewaltvoller Umgang, hungernde Tiere – der Fall der Horror-Mast im Bez. St. Pölten-Land hat viele Menschen erschüttert. VGT ruft zum Protest auf, um auf den akuten Handlungsbedarf aufmerksam zu machen.

26.08.2026, St. Pölten-Land

Horror-Mast: Tiere verhungern und Kontrollsysteme versagen

VGT konfrontiert Landwirt vor Betrieb und übt Kritik an den Behörden. Den Tieren vor Ort muss umgehend geholfen werden!

25.08.2026, St. Pölten-Land

Trotz Tierhaltungsverbots: Landwirt misshandelt weiter Tiere im Horrorstall

Verhungernde Tiere und Gewalt in St. Pölten-Land: VGT zeigt sich erschüttert über die Wirkungslosigkeit des Kontrollsystems und startet Petition