Teilen:

Direkte Folgen der Masthuhn-Aufdeckungen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.01.2023)

Steiermark, 05.01.2023

Mittlerweile hat der VGT die Zustände in drei steirischen Hühnermast-Betrieben aufgedeckt und gravierende Missstände zu Tage gebracht.

Die Bilder aus den drei Betrieben sind sich alle sehr ähnlich und schockierten das ganze Land. Abgesehen von den eindeutig illegalen Handlungen wie z.B. die Dauerbeleuchtung, dem Überfahren oder dem Erschlagen der Hühner, sind die Praktiken auf den aufgezeigten Betrieben aber üblich und gesetzlich erlaubt. Die Hallen, in denen die Hühner gehalten werden sind reiz- und strukturlos. Zu finden sind einzig und allein Tränken und Futter sowie abertausende Hühner auf verschmutzter Einstreu. Die Hühner gehören Rassen an, die auf extrem schnelles Wachstum gezüchtet sind. Das führt zu einer Reihe typischer Krankheiten, Verletzungen und Missbildungen. Neben der Geflügelbranche sehen wir hier vor allem auch beim Lebensmitteleinzelhandel großen Handlungsbedarf.

Was bringt die Aufdeckung dieser Zustände? Die intensiven Reaktionen der Öffentlichkeit und das umfangreiche Interesse der österreichischen Medien zeigen, dass großer Aufklärungsbedarf über die konventionelle Haltungsweise von Masthühnern in Österreich besteht. Mit den Aufdeckungen konnten wir offenbar ein Stück weit dringend notwendige Transparenz für Konsument:innen schaffen und über die Resultate von Qualzucht und Profitgier informieren. Der VGT hat gegen alle Betriebe umfassende Anzeige erstattet. Als direkte Folge auf die Aufdeckungen hat die AMA mehr und auch unangekündigte Kontrollen versprochen und bereits einige unangekündigte Kontrollen in der Steiermark veranlasst. Seitens der Geflügelwirtschaft werden intensivere Schulungsprogramme und ein Maßnahmenpaket für Verbesserungen in der Masthuhn-Haltung angekündigt. Außerdem scheint die Gesprächsbereitschaft über die Etablierung gesünderer, langsamer wachsender Rassen angefacht worden zu sein.

All das wäre ohne die Veröffentlichung dieser Aufnahmen nie zu Stande gekommen. Wir sehen die Aufdeckungen und die Konsequenzen, die sie nach sich ziehen, als großen Erfolg und ersten Schritt, in die richtige Richtung. Die Tatsache, dass die Industrie üblicherweise erst dann reagiert, wenn solche Praktiken an die Öffentlichkeit gelangen und medial kritisiert werden erscheint seltsam. Es stellt sich die Frage, ob man davon nichts weiß oder es gezielt ignoriert.

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot

08.05.2026, Niederösterreich

FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert

06.05.2026, Wien

Amphibienwanderung Hanslteich erfolgreich abgeschlossen

VGT vermeldet sinkende Erdkrötenzahlen und betont die Wichtigkeit des Tunnelbaus

06.05.2026, Südoststeiermark

VGT zu Styriabrid: die Menschen wollen keinen Vollspaltenboden, egal ob Neu oder Alt

Zur VGT-Demo vor einer „Vorzeige-Schweinefabrik“ mit dem neuen Mindeststandard Vollspaltenboden ab 2034/2038 meinte Styriabrid, die Konsument:innen fänden das gut

05.05.2026, Südoststeiermark

Lauter VGT-Protest nach Aufdeckung vor neuem Vollspaltenboden-Schweinebetrieb

„Strukturierter“ Vollspaltenboden Neu, wie ab 2034/2038 neuer Mindeststandard; Demo betont: der Vollspaltenboden muss weg, es gibt weiterhin keine Rechtssicherheit in der Schweinebranche