Teilen:

Wirksame Verfolgung von Wildtierkriminalität

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.06.2023)

Wien, 06.06.2023

Die aktuell gültigen Gesetze tragen leider kaum wirkungsvoll zu einer rechtskonformen Praxis in der Jagd in Österreich bei.

Wildtierkriminalität, wie z.B. illegale Abschüsse von Adlern oder das Auslegen von Gift, wird derzeit kaum verfolgt, und wenn doch einmal ein Täter oder eine Täterin ausgeforscht wird, kommt er/sie meist ohne oder mit einer geringfügigen Strafe davon. Somit besteht keine Abschreckungswirkung, was sich in konstant hohen Zahlen solcher Verstöße niederschlägt.

Für eine wirksame Verfolgung von Jagdvergehen sind folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Schulung von Staatsanwält:innen, Richter:innen und Verwaltungsbehörden in Bezug auf Jagdvergehen
  • Reform des Jagdaufsichtssystems, inkl. externer Überprüfung (z.B. Umweltanwaltschaften als Supervision)
  • Kontrolle der Abschüsse („Grünvorlage“) durch Grundeigentümer:innen; Kontrollorgane dürfen nicht die Jäger:innen selbst sein
  • Bei schwerer Wildtierkriminalität auch Sanktionierung der Pächter:innen (z.B. mehrjähriger Entzug der Jagdausübungsberechtigung)
  • Tote Individuen nicht jagdbarer oder ganzjährig geschonter Arten müssen für wissenschaftliche Untersuchungen (z.B. Todesursachenforschung) und Verbleib in Bundes- und Landesmuseen zugänglich gemacht werden.
  • Verpflichtung für Präparator:innen, dass sie Tiere gefährdeter Arten nicht ohne behördliche Bestätigung annehmen dürfen

Wildtierkriminalität ist kein Kavaliersdelikt, das mit Achselzucken beantwortet werden kann! Das Problembewusstsein über die Folgen dieser kriminellen Verhaltensweisen ist leider unterentwickelt. Eine Bewusstseinsschärfung wird durch eine wirksame Verfolgung von Straftaten erreicht.

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Schifftransporte schwangerer Kalbinnen nach Algerien

Der Beginn einer tagelangen Tortur in den Tierschutz-Hochrisiko-Staat Algerien.

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Aufgedeckt: Spiridon II-Verantwortlicher Klinger verschifft hunderte Kühe nach Algerien

VGT dokumentiert Tiertransporte von Versteigerungshallen bis zum Hafen in Koper

17.07.2026, Wien

Die Hälterung von Speisefischen aus Tierschutzsicht

Es ist üblich, Zuchtfische vor der Tötung hungern zu lassen. Tierfreundlich ist das nicht.

10.07.2026, Tirol

Tiroler Tierschutzlehrkräfte - Team gibt praxisnahe Einblicke in Tierrechte und Aktivismus

Oberstufen-Workshop als Ausklang eines erfolgreichen Schuljahrs

10.07.2026, Wien

1. Durchbruch: Bauarbeiten für Amphibientunnel in vollem Gange

VGT freut sich über Baustart am Schottenhof, Hanslteich folgt

09.07.2026, Wien

VGT warnt: Deutsche Brieftaubenverbände wollen tausende Tiere in Wien aussetzen

Am 25. Juli sollen Brieftauben von Wien 500 km bis nach Bayern fliegen – 50-75 % davon werden sterben oder die Stadttaubenpopulationen am Weg dorthin vergrößern!

08.07.2026, Wien/EU

VGT begrüßt neue EU-Strategie zu „Nutztieren“, mahnt aber Umsetzung ein

EU will die Tötung von Kücken und die Käfighaltung von Hühnern verbieten, sowie Tierwohl-indikatoren für Masthühner und ein Verbot von Kastenständen für Mutterschweine einführen

08.07.2026, Wien

Demozug gegen Tiertransporte am 29. August 2026

Gemeinsam für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See!