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Jagdverbände machen sich mit Aufforderung an Duden lächerlich

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (28.07.2023)

Wien, 28.07.2023

Initiative für ein Bundesjagdgesetz kontert mit Begriffen, die im Duden wirklich fehlen

Undurchdacht! In vor Selbstlob triefenden Aussendungen fordern die Landesjagdverbände heute in zwei OTS-Aussendungen den Duden und das Österreichische Wörterbuch dazu auf, sie in ihren Greenwashing-Bemühungen zu unterstützen. Doch wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Die Initiative Volksbegehren für ein Bundesjagdgesetz zeigt auf, welche Begriffe, etwa grausame Jagdformen wie die Baujagd, im (Online-)Duden tatsächlich fehlen.

Baujagd
Jagdform, bei der Hunde in die Baue von Füchsen und Dachsen gehetzt werden. In doppelter Hinsicht grausam – sowohl für die gejagten Tiere, als auch für den Hund, etwa wenn er im Bau auf den wehrhaften Dachs trifft. Nach dem österreichischen Tierschutzgesetz ist es als Tierquälerei verboten, ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen. Doch die Jagd ist vom Tierschutzgesetz ausgenommen und so wird diese Tierquälerei durch die Landesjagdgesetze legalisiert.
Bleischrot
Jagdmunition aus dem giftigen Schwermetall Blei. In Österreich immer noch legal und weit verbreitet, seit kurzem durch EU-Recht nur in Feuchtgebieten verboten. Verursacht tödliche Vergiftungen bei angeschossenen (im Jagdjargon angebleiten) Tieren, bei Wasservögeln, die das Bleischrot beim Gründeln aufnehmen, und bei Greifvögeln, die Aas von angeschossenen Tieren verzehren. Wesentliche Verlustursache bei Adlern und Geiern. Verursacht schwere Kontaminationen der Böden.
Gatterjagd
Jagd in abgezäunten Gattern, in denen Tiere eingesperrt sind, um sie zur Belustigung der Jagdteilnehmer:innen zu hetzen und abzuschießen. In den meisten Bundesländern inzwischen verboten, im Burgenland auf 3 Gatter beschränkt und in Niederösterreich noch bis 2029 erlaubt.
Trophäenschau
nach den Landesjagdgesetzen verpflichtende Veranstaltung, bei der die Trophäen zur Schau gestellt und bewertet werden. Unterstützen eine völlig falsche Prioritätensetzung in der Jagd und ein Wettrennen um die stärkste Trophäe, anstelle einer Jagd nach ökologischen Prämissen.
Bundesjagdgesetz
Bundesweite Regelung, um das Jagdrecht ins 21. Jahrhundert zu bringen und mit den gröbsten Tierschutz- und Artenschutzmissständen der Landesjagdgesetze aufzuräumen.
 

Jetzt unterschreiben


Das Volksbegehren für ein Bundesjagdgesetz hat 14 Grundsätze formuliert, die in einem Bundesjagdgesetz verwirklicht werden sollen. Die Initiative aus AG Wildtiere, Ökologischer Jagdverband, Tierschutz Austria und VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN wirbt derzeit um Unterstützungserklärungen für das Volksbegehren, die alle in Österreich wahlberechtigten Personen auf einem beliebigen Bezirks- oder Gemeindeamt sowie rund um die Uhr online mittels Handysignatur leisten können.

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