Teilen:

Tierschutzproteste gegen kirchliche Absegnung der Trophäenjagd im Salzburger Dom

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.11.2023)

Salzburg, Wien, 06.11.2023

Jägerschaft versuchte durch verfassungswidrige „Platzhalterdemos“ den gestrigen Tierschutzprotest zu verhindern – Volksbegehren Bundesjagdgesetz hatte alternatives Wildtiergedenken in Wien

Jahr für Jahr wird im Salzburger Dom erneut die Trophäenjagd auf kapitale Geweihträger zelebriert. Mit martialischem Fackelzug karrt man einen toten Hirsch mit mächtigem Geweih heran, um für diesen egoistischen Trophäentrieb den kirchlichen Segen zu bekommen. Und die katholische Kirche hat zu wenig Rückgrat und ist zu wenig in der Botschaft Jesu verhaftet, um sich diesem Ritual zu verweigern. Deshalb protestierten einmal mehr Tierschützer:innen von VGT und RespekTiere gegen diese Verherrlichung sinnloser Gewalt. In der typischen Gesinnung von Landes- und Gatterjägermeister Mayr-Melnhof, über den ja, wie bekannt, das Landesverwaltungsgericht Salzburg festgestellt hat, dass er einen Tierschützer rechtswidrig verletzt und ihm rechtswidrig mit Gewalt eine Kamera entwendet und dann vor Gericht gelogen hat, organisierte die Jägerschaft in verfassungswidriger Weise sogenannte „Platzhalterdemos“. Diese sollen ausschließlich dazu dienen, eine Sperrzone gegen ernst gemeinte Proteste zu erwirken. Dabei hat der Verfassungsgerichtshof unzweideutig festgestellt, dass Proteste auf diese Weise nicht verhindert werden dürfen.

Jetzt unterschreiben

Das Volksbegehren für ein Bundesjagdgesetz sammelt momentan Stimmen, um von der egoistischen Trophäenjagd abzukommen und die Jagd auf Ökologie und Tierschutz zu basieren. Wildtiere gehören nicht den Jäger:innen, sie dürfen nicht aus egoistischen Interessen abgeknallt werden. Die Jagd muss ökologisch begründet sein und darf den Grundsätzen des Tierschutzes nicht widersprechen. Um das zu unterstreichen, organisierten die Initiator:innen des Volksbegehrens am Freitag in Wien in der Donaucity-Kirche zum Hubertustag eine Wildtier-Gedenkfeier. Der katholische Theologe Univ.-Prof. Mag. Dr. Kurt Remele kritisierte dort in einer Ansprache, dass kirchliche Rituale unbedarft die Trophäenjagd legitimieren. Unterstützungserklärungen für das Volksbegehren können in jedem Gemeindeamt persönlich oder per Handy-Signatur online abgegeben werden.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Die Natur und die Wildtiergemeinschaft sind von öffentlichem Interesse. In der Natur ist kein Platz für das Ausleben egoistischer Triebe. Jede Maßnahme dort, jede Jagd, muss im öffentlichen Interesse sein. Das bedeutet, dass die Jagd nur dann stattfinden darf, wenn sie ausreichend ökologisch begründet ist. Das Aussetzen von Zuchttieren für die Jagd oder die Gatterjagd sind damit ausgeschlossen. Und wenn Wildtiere getötet werden sollen, dann geht das nicht mit Fallen oder mit der Baujagd, weil dadurch unnötiges Tierleid entsteht. Tierschutz geht vor. Diese und andere Grundsätze sollen laut Volksbegehren in einem neuen Bundesjagdgesetz verankert werden, siehe https://bundesjagdgesetz.at. Dieser Schritt ist angesichts der jagdlichen Praxis, die durch die Anbetung der Trophäenjagd im Salzburger Dom repräsentiert wird, unbedingt notwendig!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

 

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

13.10.2026, Salzkammergut

Vogelsang statt Vogelfang! Kundgebung bei Singvogelfangausstellung

Wir protestieren vor der jährlichen Singvogelfangausstellung am 29.11., bei der hunderte gefangene Singvögel in kleinen Käfigen zur Schau gestellt werden.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

05.10.2026, Wien/Neutillmitisch(Stmk.)

VGT kritisiert Greenwashing bei Insekten-Hundefutter

Neue Studie stellt Umweltvorteile von Insektenprotein in Frage