Teilen:

Kreidegraffiti vor dem Landwirtschaftsministerium: Mastrinder leiden auf Vollspaltenboden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.11.2023)

Wien, 22.11.2023

Falls es Minister Totschnig noch nicht weiß, steht es jetzt schwarz auf grau vor seinem Büro auf der Straße am Stubenring 1 in 1010 Wien

Der Vollspaltenboden ist ein Beton-Boden, der durchgängig mit scharfkantigen Spalten durchzogen ist. 70 % der Mastrinder werden diesem Boden in Österreich ausgeliefert, vor allem wenn sie Stiere sind. Die Spaltenbreite beträgt dabei 3,5 cm, der Abstand zwischen den Spalten 8 cm. Wer es noch nicht gehört hat, und wem es nicht selbst sofort klar war, der kann es jetzt am Gehsteig vor dem Landwirtschaftsministerium lesen: Mastrinder leiden auf diesem Boden. Und es wurde sogar dazu geschrieben, woran: „(beinahe) 100 % Gelenksverletzungen, 62 % Schwanzspitzenverletzungen, 17 % schwere Lahmheiten“. Es widerspricht eindeutig dem Tierschutzgesetz, auch nur irgendeinem Tier Derartiges zuzumuten. Doch die dem Gesetz widersprechende Verordnung zur Haltung von Rindern erlaubt das explizit. Landwirtschaftsminister Totschnig hätte es in der Hand, zusammen mit Tierschutzminister Rauch heute noch diese Verordnung an das Tierschutzgesetz anzupassen, wie das eigentlich verfassungsrechtlich vorgesehen ist.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Landwirtschaftsminister Totschnig weiß von dem Problem, spätestens seit er heute in sein Büro gegangen ist. Leider bevorzugt er diesbezüglich die Kopf-in-den-Sand Politik seiner Vorgängerin Elisabeth Köstinger, die das bei der Frage des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung bis zum Exzess vorexerziert hat. Doch als Minister muss man politische Verantwortung übernehmen. Man kann sich nicht auf die Konsument:innen heraus reden. In der Tierhaltung ist die Politik gefragt, klare Grenzen zu setzen, wenn es um Tierquälerei geht. Und das ist zweifellos beim Vollspaltenboden der Fall. Bei den Schweinen wie bei den Mastrindern.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

04.05.2026, Österreich

Schluss mit Vollspalten-Schweinefleisch bei SPAR

Für ein Ende des Verkaufs von Vollspaltenboden-Schweinefleisch bei SPAR

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.