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Tauben hinterhältig vergiftet

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.01.2024)

Salzburg, 17.01.2024

VGT kündigt Demo pro Taubenhaus an

Nun ist es traurige Gewissheit – die Anfang Dezember auf einem Flachdach in Wals-Siezenheim (Flachgau) tot aufgefundenen Tauben wurden laut toxikologischem Befund vergiftet.1 Ein betreuter Taubenschlag würde derartigen Tierquälereien vorbeugen.

In Himmelreich, Wals-Siezenheim, wurden vor einem Monat rund 100 Tauben durch vergiftetes Futter getötet. 68 davon wurden auf einem Flachdach neben Futterresten gefunden. Es ist davon auszugehen, dass weitere Tauben noch andere Plätze zum Sterben aufgesucht haben. Während die Polizei nach den Täter:innen fahndet, fordern Tierschützer:innen die lange versprochene Errichtung von Taubenschlägen in den Salzburger Gemeinden und der Stadt Salzburg. Eine bekannte Tierschutzorganisation hat nun eine Belohnung von 1000 Euro für die Ergreifung des Täters/der Täterin ausgeschrieben.

Tauben sind ausgesetzte Haustiere, die auf die Betreuung durch den Menschen angewiesen sind. Derzeit müssen sie obdachlos und hungernd ein tristes und – wie der aktuelle Fall wieder zeigt – gefährliches Leben auf den Straßen fristen. In einem Taubenschlag würden die Tauben artgerecht betreut und gefüttert werden und müssten sich nicht mehr artwidrig von menschlichem Müll und ausgestreutem, vielleicht vergiftetem Futter ernähren. Auch das Austauschen der Eier durch Gipseier zur Populationskontrolle könnte in einem Taubenschlag einfach umgesetzt werden.

Hans Lutsch von der ARGE Stadttauben appelliert an die Verantwortlichen in der Politik: Da es immer wieder Übergriffe auf das Tierwohl der Straßentauben aus der Bevölkerung gibt, jüngstes Beispiel die grausame und tierquälerische Vergiftung von bis zu 100 Tieren in Salzburg, drängt sich eine unbedingte und schnelle Umsetzung eines Taubenhauses auf. Hier darf nicht mehr gezögert werden, damit ein weiteres Unheil von den Tauben abgewendet werden kann.

Auch in der Stadt Salzburg kam es in der Vergangenheit schon zu Tötungen und Verstümmelungen von Tauben. Der lange versprochene Taubenschlag ist jedoch noch immer keine Realität. Erst im letzten Jahr wurde von der zuständigen Stadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) wieder betont, dass die Stadt einen Taubenschlag umsetzen werde, jedoch ist seit der Absage im Oktober 2023, den Taubenschlag im alten Rathaus einzurichten, kein weiterer Vorstoß bekannt.

Georg Prinz vom VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN dazu: Tierschutz ist in Österreich als Staatsziel in unserer Verfassung verankert, somit ist jede Gemeinde dazu verpflichtet, sich um Tierschutzangelegenheiten – wie die leidenden Stadttauben – zu kümmern und den Tierschutz auch voranzutreiben und weiterzuentwicklen. Dass Metall-Spikes und Taubenabwehrnetze keine Lösung sind und Tierquälereien wie Vergiftungen und Verstümmelungen nicht verhindern können, ist hinlänglich bekannt. Die Stadt Salzburg und die Salzburger Gemeinden brauchen Lösungen in Form von betreuten Taubenhäusern und Taubenschlägen, um weiteres Tierleid zu verhindern! Wir hoffen, dass die Polizei die für die Vergiftung Verantwortlichen rasch ausfindig macht und möchten an dieser Stelle auch eindringlich an Frau Schiester appellieren, die Tauben in der Stadt Salzburg nicht länger auf den Straßen leiden zu lassen und sich noch vor den Gemeinderatswahlen im kommenden März intensiv um Plätze für Taubenschläge in den Stadtteilen zu bemühen.

Am Freitag, 19.1.2024, wird der VGT zusammen mit der ARGE Stadttauben Salzburg von 10:00 bis 11:00 Uhr vor dem Eingang zum Schloss Mirabell für die rasche Umsetzung eines Taubenhauses demonstrieren.

Quelle

  1. salzburg24.at

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