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Tierschützer:innen konfrontieren Totschnig in Lienz: fordern Verbot Schweine-Vollspalten

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.02.2024)

Lienz, 06.02.2024

Gestern wurde der Landwirtschaftsminister beim Spatenstich zum Hochwasserschutz an seine Verantwortung den Schweinen gegenüber erinnert

Seitdem der Verfassungsgerichtshof klar festgestellt hat, dass Schweinen das Ende der Haltung auf Vollspaltenboden rascher zusteht als die bisherige Übergangsfrist bis 2040, ist in dieser Sache Feuer am Dach. Das Verbot muss neu formuliert werden und in wenigen Jahren in Kraft treten. Doch Landwirtschaftsminister Totschnig fürchtet um sein Schnitzel und findet alle möglichen Ausreden, um sich aus seiner Verantwortung den Schweinen gegenüber zu stehlen. Er ist nämlich – und das hat der Verfassungsgerichtshof klar festgestellt – nicht nur den Schweinebetrieben, sondern auch den Schweinen gegenüber verantwortlich. Bei der Übergangsfrist sei das Interesse des Tierschutzes zu wenig berücksichtigt worden.

Um Totschnig an seine diesbezügliche Verantwortung zu erinnern, erschienen gestern Tierschützer:innen bei einer Veranstaltung zum Hochwasserschutz in Lienz in Totschnigs Heimat Osttirol. Gut sichtbar über Totschnig standen die Personen und hielten zwei Transparente, auf denen Wann bekommen Schweine endlich Stroh? und ein Foto eines Schweins auf Vollspaltenboden zu sehen war. Totschnig blickte mehrmals nervös zu den Tierschützer:innen hinauf. Plagte ihn das schlechte Gewissen? Nach gut einer Stunde verließen die drei mutigen Aktivist:innen unbehelligt das Gelände.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Sigrid Maurer, die Klubobfrau der Grünen im Parlament, betonte kürzlich in der ZIB 2 im ORF, dass das Verbot des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung eines der drei prioritären Gesetzesprojekte der Grünen sei, die unbedingt noch diese Legislaturperiode umgesetzt werden müssen. Im Weg steht, so scheint es, ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Er schert sich nur um die Ansprüche der Tierindustrie, seine Verantwortung auch den Schweinen gegenüber ignoriert er völlig. Danke an die drei Tierschützer:innen in Osttirol, die dafür sorgten, dass Totschnig die Schweine nicht vergisst. Es würde mich nicht wundern, wenn derartige Aktionen in den nächsten Wochen und Monaten bundesweit die Regel werden. Jeder Mensch, dem Tierschutz am Herzen liegt, fühlt sich durch Totschnig verraten und fordert jetzt und hier ein klares Verbot des Schweine-Vollspaltebodens mit kurzer Übergangsfrist!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

 

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