Teilen:

Lautstarke Demonstration gegen Jagd auf ausgesetzte Fasane

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (12.11.2024)

Saaz, Südsteiermark, 12.11.2024

Sinnlose Tierquälerei muss endlich gesetzlich verboten werden

Steiermarkweit wurden dieses Jahr hunderte Fasane ausgesetzt, um bei Treibjagden erschossen zu werden. Deshalb demonstrierten Tierschützer:innen vergangenen Freitag direkt während einer Jagd an einem dieser Orte im Bezirk Südoststeiermark, wo diese Tierquälerei am Grund des dortigen Bezirksjägermeisters  stattfand.

Jedes Jahr das gleiche: Fasane werden in der Steiermark in so genannten Auswilderungsbiotopen aufgezogen, von dort verbreiten sie sich in die unmittelbare Umgebung, bleiben dort, weil sie vom bereitgestellten Futter abhängig sind. Im Herbst wird dann zur fröhlichen Niederwildjagd geblasen. Aber diese Jagd ist alles andere als notwendig, sie ist sinnlos und noch dazu extrem tierquälerisch. Die halb-zahmen Tiere werden durch zahlreiche Jäger:innen eingekesselt und in Panik versetzt, die Vögel versuchen zu flüchten, werden aber beim Versuch, davonzufliegen, erschossen.

Am Freitag, den 8.11. fand deshalb bei einer solchen Jagd in Saaz im Bezirk Südsteiermark eine Demonstration von Tierschutz-Aktivist:innen statt. David Richter, Kampagnenleiter des VGT in der Steiermark, kennt diese Jagd und war bei der Tierschutz-Versammlung anwesend: Es ist ein grausames Spiel, dass diese Jäger:innen hier jährlich veranstalten. Die Fasane haben keine Chance, denn sie wurden extra als Jagdopfer gezüchtet. Fasane sind schlecht fliegende Vögel, optimal für die schießwütigen Menschen bei solchen Gesellschafts-Jagden. Wir sind der Meinung, dass dieses Aussetzen zum Abschuss laut Jagdgesetz und Tierschutzgesetz eigentlich verboten ist, trotzdem wird es unter den Augen der Behörden Jahr für Jahr toleriert.

Das besonders empörende an dieser Jagd: laut Informationen des VGT ist der Bezirksjägermeister selbst der Organisator dieser Jagd! Er scheint die Fasane ausgesetzt zu haben. Die Bezirksjägermeister sind es, die seitens des Landes die Aufgabe haben, zu prüfen, ob ein so genanntes Auswilderungsbiotop betrieben werden darf – und wie viele Fasane ausgesetzt werden dürfen!

Protestaktion

Mit Lautsprechern und Transparenten folgten die Tierschützer:innen den 30 bis 40 Männern und Frauen, deren Ziel es war, möglichst viele Fasane zu erschießen. Die Tierschützer:innen machten ihrem Unmut Luft und fordern ein Ende dieser sinnlosen Tierquälerei.

Zum Volksbegehren

Jetzt Volksbegehren unterstützen!

Dieses völlig absurde Vorgehen – das Aussetzen und bald darauf Erschießen von Fasanen – ist in einigen Bundesländern bereits verboten. Leider gibt es neun verschiedene Jagdgesetze in Österreich. Das Volksbegehren für ein Bundes-Jagdgesetz fordert eine einheitliche gesetzliche Situation und somit u. a. ein Verbot dieser Tierquälerei für ganz Österreich. Noch bis Ende Dezember 2024 können Unterstützungserklärungen für das Volksbegehren für ein Bundes-Jagdgesetz abgegeben werden. Die Eintragungswoche wird vom Innenministerium für 2025 fixiert.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

18.02.2026, Wien

Forschungsbericht zu neuem Schweine-Vollspaltenboden bestätigt: kaum Verbesserung

Die zu verschiedenen Parametern des Tierwohls erhobenen Vergleichszahlen zwischen Vollspaltenboden alt und neu sind ernüchternd – heute Protest vor dem Ministerrat

17.02.2026, Klagenfurt

PK: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

In Kärnten wurden in den letzten 4 Jahren doppelt so viele Wölfe geschossen, wie im großen, regional 10 Mal so dicht besiedelten Deutschland – seit 2022 gab es sogar 310 Abschusserlaubnisse der Landesregierung

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht