Teilen:

Massaker an hunderten Hasen in Gattendorf im Burgenland: sinnlose Tierqual ohne Ende

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.12.2024)

Gattendorf, 04.12.2024

Künstliche Hasenmast, Terror gegen Beutegreifer: die Hasenjagd ist ein reiner Spaß zum Leidwesen der Tiere – Volksbegehren „Bundes-Jagdgesetz“ sammelt Unterschriften dagegen

Jahr für Jahr dasselbe Drama. In Gattendorf im Nordburgenland werden Feldhasen massiv aufgemästet und die Beutegreifer bis zur Ausrottung verfolgt. Dieser eklatante Eingriff in die Natur dient nur einem Zweck: der Lust am Totschießen und Massakrieren von Tieren zur Unterhaltung. In riesigen Treibjagdkesseln werden die Hasen zusammengetrieben und mit giftigem Blei beschossen. Manche der verletzten Tiere entkommen, nur um im Unterholz über die nächsten Tage qualvoll zu sterben. Die Greifvögel, die sie finden und essen, vergiften sich am Bleischrot. Angeschossene Hasen werden von Jagdhunden verfolgt und gebissen. Pariert der Hund nicht, wird er brutal geschlagen.* Der VGT konnte das alles aktuell dokumentieren.

Die Jägerschaft denkt nicht daran, ihre hirnlos infantile Freizeitbeschäftigung des Hasenmassakers einzustellen. Stattdessen werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass die Bevölkerung nichts davon erfährt. Dafür erlässt die BH Neusiedl am See eigene Sperrzonen. Die entsprechenden Schilder werden von den Jäger:innen bei der Jagd mitgetragen und überall dort aufgestellt, von wo aus man die Treibjagd beobachten könnte. Auch dieses Vorgehen ist eindeutig demokratie- und verfassungswidrig. Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht darauf, zu erfahren, was diese sogenannten Niederwildjagden für die Tiere und die Natur bedeuten.

Zum Volksbegehren

Das Volksbegehren Für ein Bundes-Jagdgesetz versucht mit 14 konkreten Forderungen, die Jagd bundesweit an Kriterien von Ökologie und Tierschutz zu orientieren. Die Jagd soll kein egoistischer Spaß sein. Sie muss den Ansprüchen der Allgemeinheit dienen. Das Volksbegehren sammelt weiterhin Unterstützungserklärungen, um im Jahr 2025 stattfinden zu können. Unterschriften können online auf der Webseite des Innenministeriums und bei allen Gemeindeämtern in Person geleistet werden.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch hat diese Hasenjagd selbst öfter beobachtet: Jedem normalen Menschen bricht das Herz, wenn er die Schreie der Hasen hört, sieht, wie sie angeschossen verzweifelt zu fliehen versuchen, wie sie von Jagdhunden verfolgt und gebissen werden, wie sie langsam sterben. Was fehlt im Gehirn dieser Jäger:innen, dass sie diese Empfindungen von Mitgefühl nicht haben? Es ist beängstigend, mit Personen in dieser Gesellschaft zu leben, die derart verroht sind. Alle vernünftigen Menschen würden niemals so einer hirnlosen Beschäftigung nachgehen, allen anderen sollte es verboten werden!


* Bereits 2023 mussten Tierschützer:innen des VGT dokumentieren, wie ein Jagdhund verprügelt wurde.

01.05.2026, Wien

Veganes Sommer-Gewinnspiel 2026

Gewinne eine Hotelübernachtung, Geschenkboxen, vegane Kleidung uvm.

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.