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200 auf VGT-Demomarsch für Tierrechte und gegen Repression

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.06.2010)

Wien, 01.06.2010

Anlässlich der Generalversammlung des VGT zogen Mitglieder und UnterstützerInnen durch die Mariahilferstraße zum Justizministerium in Wien

Anlässlich der Generalversammlung des VGT zogen Mitglieder und UnterstützerInnen durch die Mariahilferstraße zum Justizministerium in Wien

Zur Tierschutzarbeit gehört die Aufklärung der Bevölkerung über Missstände. Das ist die eine Seite. Aber ebenso wichtig ist der Protest gegen die Missstände selbst. Eine Gesellschaft, in der Missstände im Umgang mit Tieren einfach stillschweigend ohne Proteste hingenommen werden, wird nichts am System dieser Missstände ändern. Der dynamische Prozess einer Änderung in der Gesellschaft läuft über einen gesellschaftlichen Konflikt und einen dafür notwendig gewordenen neuen Kompromiss.

Die lauten Demomärsche mit Trommelwirbel und gerufenen Parolen dienen dazu, dass die Gesellschaft sieht, hier gibt es einen Konflikt, hier gibt es Widerstand, hier gibt es Menschen, die den derzeitigen Zustand nicht mehr hinnehmen wollen.

Eine laute Demonstration ist ein Hilfeschrei, der besagt, dass es hier ein Problem gibt, das nicht mehr übergangen werden kann, wo die Verantwortlichen hinhören sollen und bereit sein, einen neuen Kompromiss auszuhandeln.

Diese für eine lebendige Demokratie zentrale Aktivität wird im Moment im laufenden Tierschutzprozess in Frage gestellt.

Genau zu solchen Demonstrationsmärschen werden z.B. den FilialleiterInnen von pelzführenden Geschäften Fragen gestellt, ob sie sich gestört gefühlt oder gar geängstigt haben, und ob es zu Umsatzeinbussen gekommen ist.

Unter dem Motto "Solange Österreich eine Demokratie ist, werden wir unsere Demonstrationen weiterführen" zogen auch heuer wieder 200 Personen von Kleider Bauer über Fürnkranz bis vor verschiedene Pelzgeschäfte, um ihren Protest kund zu tun. Und es ist beruhigend zu sehen, dass sich niemand durch die Drohgebärden des Wr. Neustädter Landesgerichts eingeschüchtert und abgeschreckt fühlt.

Vor dem Parlament und dem Wiener Landesgericht gab es Ansprachen, vor dem Justizministerium zuletzt eine Abschlusskundgebung. Danach folgte die Generalversammlung des VGT, in der ein neuer Vorstand gewählt wurde.

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