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Profit versus Tierschutz: VGT antwortet auf WK-Aussendung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.08.2015)

Wien, 14.08.2015

Wie jedes Jahr spitzt sich die Situation gerade in den heißen Sommermonaten zu. Für das Fiakergewerbe ist jetzt Hochsaison und somit auch für das Tierleid.

Mag.a Elisabeth Sablik, VGT-Kampagnerin: „Die Wirtschaftskammer möchte selbstverständlich ihr Gewerbe positiv darstellen, was ihr aber immer weniger gelingt. Deshalb verbreitet sie Unwahrheiten, um die KritikerInnen zu diffamieren.“

So behauptet die Wirtschaftskammer in einer Aussendung, dass Pferde unter der Hitze nicht leiden würden und beruft sich dabei auf eine alte Untersuchung. Aus dieser nicht repräsentative Studie lassen sich allerdings keine verlässlichen Aussagen treffen. Tatsache ist, dass die Hitze sehr wohl mit einer großen Belastung für die Pferde verbunden ist. Im Moment lässt die Stadt Wien in einem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsprojekt untersuchen, ab welchen Temperaturen Pferde nicht mehr eingesetzt werden dürfen.

Abgesehen davon, muss die MA60 regelmäßig Fiaker anweisen Pferde aus Tierschutzgründen aus dem Betrieb zu nehmen, wie auf orf.at berichtet.

Die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Tieren hat sich stark gewandelt. Tierschutz hat einen sehr hohen Stellenwert, was sich auch dadurch zeigt, dass dieser mittlerweile als Staatsziel in der Verfassung verankert ist.

Sablik weiter: „Für eine Weltstadt wie Wien, die sich als tierschutzfreundlich rühmt, wäre es an der Zeit, dem Vorbild anderer Städte, wie z.B. Paris, London und Mumbai zu folgen und die Fiakerei zu beenden. Dies fordern auch mehr als 13.000 Menschen, die bereits unserer Petition unterschrieben haben.“

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