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So musste Ziege Lilly ihr trauriges Dasein fristen...

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.05.2016)

Neusiedl am See, 18.05.2016

Vor Kurzem wurden uns Fotos zugespielt, bei denen wir selber nicht glauben konnten, was wir sahen!

Egal wie lange man bereits im Tierschutz aktiv ist, man wird immer wieder aufs Neue überrascht, wozu Menschen, die Tiere halten, fähig sind. Die uns kürzlich zugespielten Bilder zeigten die junge Ziege Lilly, die in einem kleinen Nagetierkäfig gehalten wurde. Schutzlos war das arme Tier der prallen Sonne ausgesetzt und musste auf dem aufgeheizten Plastikboden liegen. Sie hatte nicht einmal Zugang zu Wasser und Futter. Da Lilly viel zu groß für den kleinen Käfig war, konnte sie nicht einmal ihre Beine richtig ausstrecken, geschweige denn, aufstehen. Mit Lilly gemeinsam mussten auch fünfzehn Hühner leiden, denen ebenfalls der Zugang zu Trinkwasser verwehrt wurde.

Ziegen sind neugierige, intelligente Tiere, die immer für eine Überraschung gut sind. Ursprünglich aus dem Hochgebirge stammend sind sie wahre Klettergenies und können aus dem Stand bis zu 1,5 Meter weit springen, daher erlangen sie für andere Tiere unerreichbare Futterstellen, sie bevorzugen auch Ruhe- und Schlafplätze in erhöhten Positionen. In Gefangenschaft sollten sie daher auch genügend Klettermöglichkeiten und Liegebretter zur Verfügung haben.

“In der freien Natur stellen sich Ziegen regelmäßig auf ihre Hinterbeine, um an höher gelegene Äste und damit an Blätter und Baumbewuchs heranzukommen”, so unser Kampagnenleiter Michael Krumböck, “diese Ziege hat nicht einmal genug Platz zum Aufstehen”.

Aufgrund der fürchterlichen Haltungsbedingungen haben wir gegen die Privatperson aus dem Burgenland Anzeige erstattet!

Update: Was passierte nach der Anzeige?

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