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Einladung: VGT in Leibnitz - Horror-Kastration bei Ferkeln beenden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.02.2017)

Leibnitz, 17.02.2017

TierschützerInnen zeigen öffentlich Videos des extremst schmerzhaften Eingriffes, der in der Steiermark absolut üblich ist

Wann: 18.02.2017, 09:00-10:00 (Aktion dauert länger)
Wo: 8430 Leibnitz, im Bereich Hauptplatz und Bahnhofstrasse 8 (Bauernmarkt)

Seit vielen Jahren schon beschäftigt sich der VGT mit der Problematik der Kastration bei männlichen Ferkeln. Diese wird durchgeführt, um den Gestank von Eberfleisch bei der Fleischzubereitung zu vermeiden.

Schmerzhafter Eingriff
Leider wurde in der Vergangenheit keine Rücksicht auf die extremen Schmerzen genommen, und noch immer ist es absolut üblich, die Kastration ohne Narkose vorzunehmen. Kein Mensch käme heutzutage auf die Idee, Kater ohne Narkose zu kastrieren. Auch wenn es früher üblich war, diesen Eingriff mittels Gummistiefel und Messer durchzuführen, ist das heute undenkbar. Bei den Schweinen ist der Tierschutzgedanke bei den Schweinebäuerinnen und -bauern noch nicht so ausgeprägt. Entgegen der wissenschaftlichen Bestätigung streiten viele SchweinehalterInnen die Schmerzen bei der blutigen Kastration ab.

Breite Diskussion
Seit Monaten schon gibt es eine breite Diskussion zu diesem Thema. Auch die VermarkterInnen des Schweinefleisches, die LebensmitteleinzelhändlerInnen, sind eingebunden. Die Meinung der Bevölkerung ist klar: die schmerzhafte Ferkelkastration wird abgelehnt!

VGT informiert Bevölkerung
Am Samstag, den 18.2., wird den PassantInnen und BesucherInnen von Super- und Bauernmärkten die Problematik mittels Fernseher vor Augen geführt. Flugblätter werden verteilt und Unterschriften gesammelt, die an das Tierschutzministerium übergeben werden.

Alternativen umsetzen
Es gibt einige Alternativen, die in diversen Ländern Alltag sind. Aus Sicht des VGT erscheinen folgende Alternativen sinnvoll: - Kastration mittels Injektionsnarkose: der Tierarzt narkotisiert die Ferkel (wie bei Katzen, Hunden üblich) und kastriert. - Kastration mittels Gas-Narkose: die Tiere bekommen eine Maske mit einem Betäubungsgas sowie ein Schmerzmittel - Immunokastration: mittels eines Wirkstoffes wird verhindert, dass die Hoden den gestankgebenden Stoff absondern.

VGT appelliert an Bäuerinnen und Bauern
Leider ist für viele Schweinebäuerinnen und -bauern die Schmerzkastration Alltag. Die Erfahrung zeigt aber: wurden die Alternativen einmal ausprobiert, will kein Bauer/keine Bäuerin mehr den Ferkeln diesen extremen Schmerz zufügen! Deshalb fordert der VGT die Schweinebäuerinnen und -bauern auf, ihr Verständnis zu zeigen und gemeinsam mit der Branche die Alternativen umzusetzen. Diese Tierquälerei wurde lange genug durchgeführt, jetzt muss gehandelt werden!

Verständnis der KonsumentInnen
Schweinefleisch ist so billig wie noch nie! Das liegt an erschreckend niedrigen Haltungsstandards und den Einsparungsmaßnahmen an allen Ecken und Enden. Die alternativen Kastrationsarten kosten Geld, es handelt sich jedoch um kleine Beträge, die natürlich vom den Konsumentinnen und Konsumenten übernommen werden müssen. Die Teuerung spielt sich aber im einstelligen Cent-Bereich ab! Das Verständnis wird bei informierten Menschen zweifelsfrei gegeben sein!

Fotos von der Aktion werden auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt.

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