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7/7 - Die Schweinemast neben dem Schlachthof

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.06.2017)

Graz, 09.06.2017

Eingekerkert in Mini-Buchten, Kot-verschmiert, kein Stroh: die Selbstdarstellung lügt!

Im Rahmen der Reihe 7/7 - 7 Stallungen an 7 Tagen möchte der VGT auf die Kulturschande Schweinehaltung hinweisen. Die Bilder sind fast überall ident, umso schlimmer, denn das ist die Realität in der Steiermark und in ganz Österreich!

Folgendes Zitat stammt von der Website von Scheucher-Fleisch: "Somit können wir unseren eigenen Maststall mit aus der Region stammenden Ferkeln von unseren Bauern des Vertrauens einstellen und so die hohe Qualität erfüllen, die wir natürlich auch von uns selbst erwarten."

Die hohe Qualität aus dem eigenen Maststall
Von welcher Qualität ist hier die Rede? Sicher nicht von der hohen Tierschutz-Qualität! Die Schweine leben im Stall der Fa. Scheucher dicht an dicht gedrängt. Laut Website 2000 Tiere. In fürchterlich engen Buchten. Durch ein kleines Loch können die Tiere in einen eigenen Kotbereich wechseln, doch hier liegen Metallteile, damit sich die Schweine nicht hinlegen können! Wenn die Tiere größer sind ist ein Wechsel kaum noch möglich, es gibt keinen Platz. Herumgehen ist schwerst möglich, laufen definitiv unmöglich, nicht nur wegen der vielen anderen Schweine, sondern weil die Buchten extremst klein sind.

Es ist einfach nur traurig, erschütternd und beschämend, wie in der Steiermark und Österreich mit Schweinen umgegangen wird. Und wie diese dann auch noch verhöhnt werden, wie man auf der Website der Fa. Scheucher sehen kann (siehe Fotos). Dass mit dieser Einstellung den Tieren gegenüber das Tierleid auf der Tagesordnung steht, darf niemanden verwundern.

Tierleid wird exportiert!
Auf der Website des Schlachthofes wird stolz verkündet, dass das Fleisch auch exportiert wird. Zitat: "Zusätzlich verfügt unser Schlachthof über eine Exportzulassung für die Schlachtung, Zerlegung und Tiefkühllager für die Länder: Russland, Korea und Japan."

Das Tierleid wird also auch noch exportiert! Und mit Fotos von in Stroh lebenden Tieren (siehe Fotos) irreführende Werbung betrieben!

Der VGT fordert die Politik auf, endlich zu handeln, und die Realität den Erwartungen der Menschen anzupassen. Mehr Kontrollen in Tierhaltungen und Schlachthöfen! Mehr Information der Menschen! Ein Tierschutzgesetz, das diesen Namen auch verdient!

Heute Freitag findet vor dem Landhaus in Graz, Herrengasse 13 bis 19:00 Uhr ein Infostand des VGT Steiermark statt, wo über die betreffenden Betriebe und die Ergebnisse der Recherchen informiert wird.

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