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Ohne Antibiotika geht es nicht!?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.01.2014)

01.01.2014

In Österreich werden jedes Jahr über 75 Millionen Masthühner in Geflügelfabriken zur Mast eingestallt.

Bei der jetzigen erlaubten Besatzdichte von 30kg Masthuhn pro m² ist es den Tieren schon nicht mehr möglich sich artgerecht zu verhalten. Raumgreifende Verhaltensweisen wie schnelles Laufen mit Flügelschlagen, oder Flügel-Beinstrecken vor allem zu Mastende sind jetzt schon kaum möglich. Hinzu kommt ein völlig unnatürlicher Tag-Nachtrhythmus. Das Gesetz sieht lediglich eine Dunkelphase von 6 Stunden vor. Dies führt zu einer erheblichen Stressbelastung, da ständig ruhende Tiere durch bewegungsaktive gestört werden.

Tierquälerei - und die SPÖ ist dabei!

Um ein Drittel mehr Hühner und sogar um die Hälfte mehr Puten will das Tierschutzministerium in die Hallen der Geflügelfabriken stopfen! Dabei sagen wissenschaftliche Studien einhellig, dass dann noch mehr Antibiotika und Medikamente verabreicht werden müssten. Und dabei würde die Sterberate um 44% (!) ansteigen, es würden also gut 1,5 Millionen weitere Hühner an den Haltungsbedingungen sterben!

Tierindustrie-Lobby: "Geflügelgesundheitsdienst"

Es klingt so nett: man würde die Hühner doch nur impfen und sich um ihre Gesundheit sorgen. Was sich euphemistisch "Geflügelgesundheitsdienst" nennt. Den Aussagen ist zu entnehmen, dass sie nur am finanziellen Gewinn durch noch billigere und noch größere Massentierhaltungen interessiert ist. Der "Gesundheitsdienst" interessiert sich in Wirklichkeit nur für jene Produktionsform, die am Rücken der Tiere maximalen Profit abwirft!

Weniger Platz für Hühner: gesund für wen?

Die Bauernfängerei: Die Kosten für die Tierfabriken durch Impfprogramme, die nur dem Verbraucherschutz dienen, sollen auf dem Rücken der Tiere wieder hereingebracht werden. Man solle den armen Betrieben doch entgegen kommen und 30% mehr Hühner in dieselben Hallen pferchen lassen! Das beträfe eh nur wenige Tage am Ende der Mast. Falsch: Eine höhere Besatzdichte bedeutet von Anfang an um 30% mehr Tiere in den Hallen. Die höhere Tieranzahl pro Fläche bringt mehr Kot, weniger Bewegung, schlechtere Luft und daher noch mehr Antibiotika. Damit die VerbraucherInnen beim Konsum des Fleisches dieser gequälten Kreaturen keinen Durchfall bekommen (Salmonellen und Campylobakter Erreger), sollen die Tiere noch mehr leiden. Doch das ist der falsche Weg!

Die Folge: Antibiotika

Bei so katastrophalen Haltungsbedingungen sterben 1% der Hühner pro Woche! Damit die Sterberate nicht noch höher steigt, müssen Antibiotika ins Futter gemischt werden. Allein in Österreich sind das 53 Tonnen pro Jahr, die ins Tierfutter gelangen. 40% der verabreichten Antibiotika gehen in den Tierfabriken - davon die große Mehrheit an Masthühner - und nur 60% an Menschen. Ohne ständige Chemie würden die Hühner nicht überleben!

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