Teilen:

Kaninchen: Das momentane Gesetz

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (02.03.2017)

02.03.2017

Der gesetzliche Schutz für Kaninchen ist dramatisch schlecht. Nach der im Moment gültigen Anlage 9 der 1. Tierhaltungsverordnung des Tierschutzgesetzes dürfen Zuchthäsinnen zur Fleischgewinnung in Einzelkäfigen mit 2100 cm² Bodenfläche und 50 cm Höhe (auf mindestens 35% des Käfigs) gehalten werden. Ab Mitte der Trächtigkeitsdauer muss das schwangere Kaninchen auch Zugang zu einer Nestbox haben, ähnlich wie Nerze in den Nerzfarmen für die Pelzproduktion.

Masttieren bis 1,5 kg Körpergewicht müssen nur Käfige mit 390 cm² Bodenfläche pro Tier, und 40 cm Höhe auf mindestens 35 % des Käfigs, geboten werden. Bei Masttieren über 1,5 kg steigt die anzubietende Käfigbodenfläche pro Tier auf 780 cm². Zum Vergleich: eine A4-Seite hat eine Fläche von 624 cm². Einstreu ist nur vorgeschrieben, wenn der Stallraum nicht beheizbar ist.

Im Dezember 2007 beschloss das österreichische Parlament einen weiteren Paragraphen in das Tierschutzgesetz aufzunehmen. Dieser verbietet die Haltung von Kaninchen für die Fleischgewinnung in Käfigen

§ 18 (3) 3. (3a): Für die Haltung von Kaninchen zur Fleischgewinnung gilt: 1. Der Betrieb von Käfigen ist ab 1. Jänner 2012 verboten

Zur Zeit droht ein Verordnungsentwurf der Regierung diesen Paragraphen stark zu unterlaufen.

08.01.2026, Wien/Dänemark

Dänemarks Schweinehaltung mit Mindeststandard Österreich 2038: Schwanzbeißen

Neues Video von einem Besuch in einer dänischen Schweinefabrik mit „Gruppenhaltung Neu“ zeigt, dass dort routinemäßig Schwänze kupiert werden und trotzdem Schwanzbeißen auftritt

30.12.2025, Linz

OÖ: VGT bringt 12 Anzeigen gegen in flagranti erwischte Singvogelfänger ein

Übertretungen der OÖ Artenschutzverordnung, des Tierschutzgesetzes und der EU Tiertransportverordnung: zu viele Lockvögel, Beifang, Transport in Käfigen im Rucksack

24.12.2025, Wien

Fische sind Freunde, kein Essen

Stiller VGT-Protest für Fische, deren Stimmen nicht gehört werden

23.12.2025, Wien

Fiakerfahrer nach Angriff auf Tierschützer verurteilt

Ein Fiakerfahrer wurde am Bezirksgericht Wien Innere Stadt schuldig gesprochen, einen Aktivisten im August körperlich verletzt zu haben.

23.12.2025, St. Pölten

NÖ Landesverwaltungsgericht: ÖVP „Platzhaltedemos“ sind nicht rechtskonform

Richterin erklärt Auflösung einer Tierschutz-Versammlung gegen den Vollspaltenboden durch die Behörde in Wr. Neustadt vor dem ÖVP-Bundesparteitag für rechtswidrig

22.12.2025, Wien

Schlimmste Tierquälerei an Karpfen vor Weihnachten

VGT-Recherche zeigt, wie Karpfen minutenlang schwerstem Leid ausgesetzt werden; Betäubungen erfolgen nicht fachgerecht; mehrere Fischverkaufsstände in Wien wurden angezeigt.

18.12.2025, Wien

VGT zu Totschnig: wenn wir "Nutztieren" so viel verdanken, müssen wir sie gut halten

Landwirtschaftsminister hat Studie mit Wertschöpfung aus Nutztierhaltung präsentiert – dieser Profit verpflichtet moralisch dazu, den Tieren etwas zurück zu geben: Vollspaltenverbot!

18.12.2025, Wien

Wie geht es den Tieren auf Weihnachtsmärkten?

Weihnachtsmärkte sollen für Besinnlichkeit und die Vorfreude auf Weihnachten stehen – leider jedoch häufig auf Kosten des Tierwohls! Der VGT klärt über die rechtliche Lage auf.