Teilen:

Kühe: Ein Leben an der Kette

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.03.2006)

Wien, 07.03.2006

Anbindehaltung: Leider ein gewohntes Bild, das nur allzu selten hinterfragt wird.

Anbindehaltung: Leider ein gewohntes Bild, das nur allzu selten hinterfragt wird.

Im Gesetz kann man nachlesen, dass die Kette einen Spielraum von 60cm in der Längsrichtung und 40 cm in der Querrichtung geben muss. Eine gewisse Ironie, dass das unter dem Punkt „Bewegungsfreiheit“ steht. Für so ein großes Tier kein Quadratmeter auf dem es sich frei bewegen darf.
Der vom Gesetz geforderte Freigang von 90 Tagen im Jahr ist praktisch nicht kontrollierbar und lässt sich auch durch einen weiteren Unterpunkt aushebeln. Hier heißt es: Die dauernde Anbindehaltung ist zulässig, wenn der Freigang aus technischen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist.

Wir bekamen nun Fotos zugeschickt, die solch ein Schicksal dokumentieren. Ein kleiner Bauernhof in NÖ. Wenn sich eine Kuh hinlegt ist die Kette so gespannt, dass sie ihren Kopf nicht mehr weiter senken kann oder in der Lage ist eine sonstige weitere Bewegung auszuführen. Die Kühe leben auf dem kahlen, kalten und verschmutzten Betonboden, ohne Einstreu. Sie sind so dicht nebeneinander angebunden, dass es ihnen nicht einmal möglich ist gleichzeitig abzuliegen. Wenn sie dann zum Liegen kommen, liegen sie mit einem Drittel ihres Körpers auf dem Gitterrost. Das ist schmerzhaft und kann zu Verletzungen beim Euter führen.

Aber auch die Kälber in diesem Hof sind an einer kurzen Eisenkette angebunden. Ihnen wird als Unterlage verschmutztes Stroh "gegönnt". Ein noch ganz junges Kalb hat einen riesigen Maulkorb umgebunden. Zuerst nimmt man diesem Kind seine Mutter weg und dann darf es noch nicht einmal seinem stark ausgeprägten Saugreflex nachgehen.

Folgende Übertretungen der 1. Tierhaltungsverordnung des Bundestierschutzgesetzes haben wir angezeigt:

  • Für Kühe ist ein weicher Boden oder Einstreu vorgeschrieben
  • Alle Kühe müssen ungehindert, gleichzeitig abliegen können
  • Anbindehaltung ist bei Kälbern generell verboten
  • Maulkorb bei Kälbern ist verboten

Wie werden beobachten, ob die Behörde einschreitet und diese Missstände abstellt.

23.06.2026, Wien

„End the Cage Age“ – Ende des Käfigzeitalters gefordert

Heuer nähert sich bereits der 5. Jahrestag des Versprechens der EU-Kommission, die Käfighaltung zu beenden. Der VGT und VIER PFOTEN fordern keine weiteren Verzögerungen.

23.06.2026, Wien

EU: Tierschutz-NGOs fordern Ende des Käfigzeitalters

VGT und VIER PFOTEN erinnern die EU-Kommission an ihr Versprechen für ein Ende der Käfighaltung. Es beginnt ein 100-tägiger Countdown zur erwarteten Vorlage der Gesetzesentwürfe

22.06.2026, Wien

15. Tierschutzlauf

Passend zum Welttierschutztag findet am 4. Oktober 2026 der Wiener Tierschutzlauf der Veganen Gesellschaft Österreich auf der Prater Hauptallee in Wien statt.

22.06.2026, Wien

VGT & VIER PFOTEN für ein Ende des Käfigzeitalters: Einladung

Als Mitglieder der „End the Cage Age“-Koalition fordern VIER PFOTEN Österreich und der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN die versprochene Überarbeitung der EU-Tierschutzgesetzgebung ein

19.06.2026, Leibnitz (Steiermark)

Nach Aussagen Amtsveterinär BH Leibnitz betont VGT: Tierschutznorm einhalten!

Das Gesetz schreibt einen physisch angenehmen Liegebereich für Schweine vor; Behörde in der Pflicht, das umzusetzen und für Transparenz bei Schweinebetrieben zu sorgen

18.06.2026, Wien

Medienspiegel: Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Wir haben grobe Missstände in einem Betrieb im Raum Bregenz aufgedeckt. Zahlreiche Medien berichten über die Aufdeckung vom 17. Juni 2026.

18.06.2026, Salzburg

Salzburg lässt Tauben verhungern: VGT bringt Strafanzeige ein

Wissenschaftliche Studie bestätigt, dass ohne Fütterung und Taubenschläge sehr viele Jungtauben nach dem Schlupf an Nahrungsmangel sterben

17.06.2026, Bezirk Bregenz

Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Erneut grobe Missstände im Skandalbetrieb von 2023 im Raum Bregenz: Tiere stehen immer noch in Fäkalien, Stall völlig heruntergekommen