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Katastrophale Zustände in Schweinemastbetrieb

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.03.2006)

Wien, 10.03.2006

Trotz massiver Missstände und bereits wiederholten Anzeigen sprach die Behörde kein Tierhalteverbot aus

Trotz massiver Missstände und wiederholten Anzeigen sprach die Behörde kein Tierhalteverbot aus

Freitag, 10. März 2006, ein Schweinemastbetrieb in Micheldorf: Bestialischer Gestank. Im Mittelgang liegen zwei tote Schweine. Eine der beiden Leichen wurde von den Artgenossen bereits angefressen. Ein deutliches Zeichen, dass das tote Schwein schon lange in der Anlage herumgelegen ist. Die Schweine in den Buchten stehen knöcheltief in ihrem eigenen Kot, der offenbar durch den Spaltenboden nicht mehr abrinnen kann. Die Schweine haben weder Futter noch Wasser. In Teilen der Anlage ist es stockfinster. Dort gibt es keine Fenster und kein elektrisches Licht. Nur durch die Türe kommt ein wenig Licht - soferne sie gerade offen steht. Gerade genug um den Gang und schemenhaft die Schweine erkennen zu können. In den Buchten ist kein Stroh. Die Schweine stehen direkt am Spaltenboden, bzw. auf einer Mischung aus ihrem Kot und Urin.

Die unter diesen katastrophalen Bedingungen gehaltenen Schweine wurden am Freitag entdeckt. Doris und Harald Hofner vom nahegelegenen Tierparadies Schabenreith erstatteten sofort Anzeige und informierten den Amtstierarzt. Es war nicht das erste mal, dass dieser Landwirt wegen Vernachlässigung seiner Tiere auffiel und angezeigt werden musste. Im Gegenteil es dürfte sich um einen Dauerzustand handeln. Der zuständige Amtstierarzt bestätigte die Missstände und verhängte eine Verwaltungsstrafe. Ein Tierhalteverbot, wie es in so einem Fall wiederholter Vernachlässigung angebracht wäre, wurde von der Behörde allerdings nicht ausgesprochen.

Harald Balluch, Geschäftsführer des Verein gegen Tierfabriken: "In Österreich hat die Schweinemast eine große wirtschaftliche Bedeutung. Weit mehr als 5 Millionen Schweine werden pro Jahr in Österreich geschlachtet. Der gesetzliche Schutz für Schweine ist aufgrund der starken wirtschaftlichen Lobby enorm schlecht: Es wurden bei der Erstellung des Bundestierschutzgesetzes die Anforderungen an die Schweinehaltung in einigen Bundesländern sogar nach unten nivelliert. Den Schweinen geht es somit noch schlechter als vor dem Bundestierschutzgesetz. Umso erschreckender ist die Tatsache, dass immer wieder, wenn TierschützerInnen zufällig die Gelegenheit bekommen in eine Schweinemastanlage hineinzusehen, katastrophale Zustände aufgedeckt werden. Die Schweinemäster halten sich offenbar nicht einmal an die sowieso schon beschämend niedrigen Standards."

Und weiter: "Es ist an der Zeit endlich etwas zur Verbesserung der Situation für die Schweine in Österreich zu tun!" Der VGT fordert als ersten Schritt

  • ein Verbot der Vollspaltenböden,
  • verpflichtend vorgeschriebene Einstreu
  • und mehr Platz pro Schwein.

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